Ringen WM
DRB-Akteure warten weiter auf WM-Medaillen

Die drei im griechisch-römischen Stil angetretenen DRB-Athleten mussten bei der Ringer-WM in Baku ihre Podesthoffnungen vorzeitig begraben. Der frühere Vizeweltmeister Konstantin Schneider schaffte die Olympia-Quali.

Auch nach dem zweiten Wettkampftag bei der Weltmeisterschaft in Baku wartet der Deutsche Ringer-Bund (DRB) auf das erste Edelmetall. Die drei im griechisch-römischen Stil angetretenen DRB-Athleten Konstantin Schneider (Gewichtsklasse bis 74kg), Jan Fischer (beide Köllerbach/84kg) und Mirko Englich (Witten/96kg) mussten ihre Hoffnungen auf einen Podestplatz vorzeitig begraben. Immerhin landete der frühere Vize-Weltmeister Schneider auf dem achten Platz und löste so sein Ticket für die Olympischen Spiele 2008.

Schneider setzte sich zunächst gegen Vize-Europameister Reto Bucher aus der Schweiz und Europameister Manuschar Kwirkelia (Georgien) durch. Im dritten Kampf gegen einen Weltklasse-Gegner unterlag der 32-Jährige allerdings wie im vergangenen Jahr dem Dänen Mark Madsen, der bei der WM 2006 Bronze gewonnen hatte. In der Hoffnungsrunde gewann Schneider gegen Ilgar Abdulow (Aserbaidschan), den Einzug in den Kampf um Bronze verpasste der Routinier allerdings durch eine Niederlage gegen den Franzosen Christophe Guenot.

Konstantin Schneider qualifiziert sich für Olympia

"Konstantin hat die Weltspitze geschlagen, ist aber wieder an Madsen gescheitert. So nahe dran an einem Sieg war er noch nie. Bronze wäre zwar schön gewesen, aber immerhin ist die Olympia-Quali geschafft", meinte Bundestrainer Maik Bullmann zur Vorstellung seines Schützlings.

Der EM-Zweite Fischer besiegte zunächst den Norweger Matts Rolfsen und Adrian Mocanu aus Moldawien. Dann verlor der 21-Jährige allerdings gegen den US-Amerikaner Brad Vering. Wie Schneider verbuchte auch Fischer in der Hoffnungsrunde einen Sieg gegen den Ukrainer Bolat Abdullajew, der Sprung ins kleine Finale blieb dem deutschen Meister, der am Ende als Neunter die Olympia-Qualifikation knapp verpasste, aber durch eine Pleite gegen den Iraner Saman Tahmasebi verwehrt. "Jan musste seiner Jugend Tribut zollen. Er ist nervlich noch nicht ganz so stabil", erklärte Bullmann.

Während Schneider und Fischer ansprechende Leistungen zeigten, war das Turnier für den 28 Jahre Englich nach seiner Niederlage in der ersten Runde gegen den Ungarn Balasz Kiss nach nur einem Kampf beendet. Für Bullmann hat Englich damit seine wohl letzte Chance verspielt: "Er kann mit der Spitze nicht mehr mithalten. Sein Leistungsvermögen ist ausgeschöpft." Unterdessen holten sich Jawor Janakijew (Bulgarien/74 kg), Alexej Mischin (Russland/84 kg) und Ramas Nosadse (Georgien/96 kg) die Goldmedaillen.

Beim WM-Auftakt am Montag waren die DRB-Starter Florian Crusius (Zella-Mehlis/55kg), Jurij Kohl (Köllerbach/60kg) und Marcus Thätner (Frankfurt/Oder/66kg) vorzeitig gescheitert. Da sich nur die ersten Acht in jeder Gewichtsklasse direkt für die Olympischen Spiele qualifizieren, müssen die Schützlinge von Bundestrainer Maik Bullmann nun auf die EM und zwei weitere Qualifikationsturniere im kommenden Jahr hoffen.

Die bis Sonntag dauernde WM wird am Mittwoch mit der ausstehenden Kategorie im griechisch-römischen Stil (120kg) und den ersten Wettkämpfen im Freistil (55 und 60kg) fortgesetzt. Dabei ruhen die Hoffnungen des DRB, der vor den Titelkämpfen sechs bis acht Olympia-Startplätze als Ziel ausgegeben hatte, auf Nico Schmidt (Frankfurt/Oder), dem EM-Zweiten Marcel Ewald (Weingarten) und Alexander Kropf (Anger).

© SID

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