Ringen WM
DRB-Athleten enttäuschen bei WM-Auftakt

Die deutschen Ringer haben sich beim WM-Auftakt in Baku in schwacher Form präsentiert. Die drei im griechisch-römischen Stil gestarteten DRB-Athleten scheiterten und konnten dem Verband kein Olympia-Ticket sichern.

Die hoch gehandelten Athleten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) haben zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Baku einen klassischen Fehlstart hingelegt. Alle drei im griechisch-römischen Stil gestarteten DRB-Athleten sind vorzeitig gescheitert. Da sich nur die acht Erstplatzierten in jeder Gewichtsklasse direkt für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifizieren, steht der DRB nach dem ersten Wettkampftag noch ohne Olympia-Ticket da.

In der Kategorie bis 55kg setzte sich Florian Crusius (Zella-Mehlis) zwar in der ersten Runde gegen den Finnen Ville Kaeki durch, unterlag dann aber im Achtelfinale dem EM-Dritten Kristijan Fris (Serbien). Auch Jurij Kohl (Köllerbach/60kg) verbuchte zunächst einen Erfolg gegen den Dänen Hakan Nyblom, musste sich danach allerdings Laszlo Kliment (Ungarn) geschlagen geben. Gleich zum Auftakt kassierte Marcus Thätner (Frankfurt/Oder/66kg) eine Niederlage gegen den schwedischen Ex-Weltmeister Jimmy Samuelsson.

Da die Bezwinger der Deutschen anschließend nicht das Finale erreichten, durften die DRB-Starter noch nicht einmal in der Hoffnungsrunde antreten. Entsprechend unzufrieden war Bundestrainer Maik Bullmann mit seinen Schützlingen, die sich bei der EM im kommenden Jahr und zwei weiteren Qualifikationsturnieren ihre Olympia-Teilnahme noch sichern können.

"Einfach zu schwach"

"Kohl hat nach einer guten Leistung gegen Nyblom, gegen den er bisher immer verloren hatte, im zweiten Kampf taktisch unklug gerungen. Auch bei Thätner war ich mit der Taktik nicht zufrieden, und Crusius war gegen den Serben im Bodenkampf einfach zu schwach", erklärte Bullmann, Olympiasieger von 1992.

DRB-Präsident Manfred Werner, der im Vorfeld der Titelkämpfe sechs bis acht Olympia-Startplätze als Ziel ausgegeben hatte, zeigte sich nicht ganz so kritisch. "Es waren enge Kämpfe. Mit ein bisschen mehr Glück hätten auch alle drei weiterkommen können", meinte der frühere Kampfrichter.

Unterdessen holten sich Hamid Soryan Reihanpour (Iran/55 kg), David Bedinadse (Georgien/60 kg) und Farid Mansurow (Aserbaidschan/66 kg) die Goldmedaillen. Die bis Sonntag dauernde WM wird am Dienstag im griechisch-römischen Stil fortgesetzt. Die Hoffnungen des DRB ruhen dabei auf dem früheren Vize-Weltmeister Konstantin Schneider (Köllerbach/74kg), Jan Fischer (Köllerbach/84kg) und Mirko Englich (Witten/96kg).

© SID

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