Ringen WM
DRB-Tross setzt Pleitenserie bei WM fort

Die deutschen Ringer kommen bei der WM im chinesischen Guangzhou nicht in Form. Die Freistil-Spezialisten konnten sich am fünften Wettkampftag keine Medaille sichern. Nun ruhen die Hoffnungen auf den Frauen.

Die Negativserie der deutschen Ringer bei der Weltmeisterschaft im chinesischen Guangzhou setzt sich fort. Die Freistil-Spezialisten haben sich am fünften Wettkampftag den schlechten Leistungen ihrer Teamkollegen im griechisch-römischen Bereich angeschlossen und konnten ebenfalls keine Medaille für den Deutschen Ringer-Bund (DRB) ergattern.

Der EM-Dritte Stefan Kehrer (Ketsch/96 kg) und Martin Siddiqui (Schriesheim/120 kg) scheiterten vorzeitig. Da zu Beginn der Frauen-Wettkämpfe auch Vize-Europameisterin Alexandra Engelhardt (Ückerath/48) frühzeitig ausschied, muss der DRB weiter auf einen Podiumsplatz warten.

Hoffnungen ruhen auf dem Frauenteam

Die Hoffnungen des DRB ruhen nun ausschließlich auf dem Frauenteam, das am Samstag und Sonntag in sechs noch ausstehenden Gewichtsklassen das erhoffte Edelmetall einfahren soll. Zuletzt war der DRB, dessen Verantwortliche vor dem Start der Titelkämpfe zwei Medaillen als Ziel ausgegeben hatten, bei der WM 2003 und den Olympischen Spielen 2004 ohne Podiumsplatz geblieben.

Dabei erwischten die deutschen Athleten am Donnerstag zunächst einen guten Start. Kehrer setzte sich in der ersten Runde mit einem Schultersieg gegen den Franzosen Kasbeck Missikow durch. Danach unterlag der 22-Jährige dem Kirgisen Aleksej Krupjakow. "Der war körperlich einfach zu stark", meinte Kehrer zu seinem Aus in der zweiten Runde.

Helmdach vom Potential seiner Schützlinge überzeugt

Trotz der Niederlage ist Bundestrainer Jörg Helmdach vom großen Potenzial seines Schützlings überzeugt: "Es ist nunmal so, dass Stefan auf Grund seines Alters von erst 22 Jahren körperlich noch hinten dran ist. Aber da mache ich mir keine Sorgen, das bekommen wir mit der Zeit noch hin."

Wie Kehrer erwischte auch Engelhardt einen guten Auftakt. Die 23-Jährige bezwang zunächst die russische Europameisterin Lilja Kaskarowa, musste sich dann aber Junioren-Europameisterin Marina Markewitsch aus Weißrussland geschlagen geben. Dabei hatte Engelhardt Pech, da sie ihre Gegnerin im Lauf des Kampfes auf die Schultern gezwungen hatte, das Kampfgericht aber nicht reagierte.

Während es Engelhardt und Kehrer immerhin in die zweite Runde schafften, war die WM für Siddiqui nach der Niederlage gegen Marid Mutalimow aus Kasachstan bereits beendet. Dabei offenbarte der 22-Jährige, der bis vor einem Jahr noch in der Kategorie bis 96 kg angetreten war, große Defizite. "Er ist noch zu unerfahren und muss erst in das Schwergewicht hineinwachsen", meinte Helmdach. Das weiß auch Siddiqui: "Ich war zu nervös, bei 112 kg fehlt mir noch einiges an Masse."

Unterdessen verteidigte der Russe Schadschimorad Gatsalow seinen Titel in der Klasse bis 96 kg erfolgreich. In der Kategorie bis 120 kg holte sich Artur Tajmasow (Usbekistan), der Olympiasieger von Athen, die Goldmedaille. Bei den Frauen setzte sich die Japanerin Chiharu Icho durch.

Enttäuschende Bilanz

Vor den zum WM-Abschluss auf dem Programm stehenden Wettkämpfen der Frauen muss der DRB die ernüchternde Bilanz von vier früh ausgeschiedenen Freistil-Spezialisten und fünf gescheiterten Klassikern verkraften. Dabei hatte der Verband schon von vorneherein in zwei Kategorien im griechisch-römischen Bereich (55 kg, 96 kg) und in drei Freistil-Klassen (55kg, 60kg, 66kg) wegen mangelnder Erfolgsaussichten keinen Teilnehmer an den Start geschickt.

© SID

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