Ringen WM
Keine personellen Konsequenzen nach WM-Debakel

Das schlechte Abschneiden der Ringer bei der WM in Moskau wirkt sich nicht auf die personelle Besetzung beim DRB aus. "Ein Schnellschuss wäre total verkehrt", so Manfred Werner.

Das erneute Debakel der deutschen Ringer bei den Weltmeisterschaften in Moskau wird keine Konsequenzen für die Bundestrainer haben. "Ein Schnellschuss wäre total verkehrt. Wir werden die WM bei der Tagung mit den Bundestrainern und dem Sportdirektor am 8. und 9. Oktober in Würzburg analysieren", sagte Ringer-Boss Manfred Werner dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Obwohl die deutschen Ringer wohl zum zweiten Mal in Folge ohne Medaille bleiben werden, sprach der Präsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) den Trainern Maik Bullmann (griechisch-römisch), Alexander Leipold (Freistil) und Jörg Helmdach (Frauen) das Vertrauen aus. "Ich glaube an die Trainer. Da gibt es nichts dran zu rütteln", sagte Werner.

Auch Andriy Shyyka und Martin Daum scheitern

Zum Abschluss waren am Sonntag in der russischen Hauptstadt auch die letzten beiden Medaillenhoffnungen geplatzt. Der Köllerbacher Andriy Shyyka (74 kg) unterlag im Viertelfinale dem Kubaner Ivan Fundora Zaldivar, der Seeheimer Martin Daum (66 kg) scheiterte in der Hoffnungsrunde am Mongolen Batzorig Buyanjav.

Bei den Titelkämpfen vor einem Jahr in Dänemark war der DRB erstmals seit der gemeinsamen Austragung aller drei Stilarten bei einer WM ohne Medaille geblieben. Die Folge war ein von Werner in Gang gebrachtes Stühlerücken innerhalb des Trainerteams. "Die Maßnahme bei den Trainern sehe ich nach wie vor als vollkommen richtige Entscheidung. Die Leistungen waren bei weitem auch nicht so schwach wie im vergangenen Jahr", sagte Werner.

Verbandsstrukturen verbessern

Anstatt die Trainer zu kritisieren, will Werner die Verbandsstrukturen verbessern. Der DRB-Boss möchte die Arbeit an den Stützpunkten optimieren und dafür sorgen, dass die zuletzt erfolgreichen Junioren ihre Leistung auch im Seniorenbereich halten können: "Da sind wir als Verband gefordert. Wir wollen das duale System aus beruflichem und sportlichem Werdegang fördern, damit die Trainingsintensität der jungen Leute erhalten bleibt. Aber das ist natürlich auch eine Geldfrage."

Die verstärkten Anstrengungen sind in erster Linie auf die Heim-EM im kommenden Jahr in der Dortmunder Westfalenhalle (29. März bis 4. April) ausgerichtet. "Dortmund steht vor der Haustür. Da müssen wir eine Schippe drauflegen. Im eigenen Land sollten Erfolge da sein. Da wollen wir noch ein bisschen besser sein als die drei Medaillen, die wir zuletzt bei der EM geholt haben", sagte Werner.

© SID

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