Ringen WM
Ringerin Maria Müller holt WM-Bronze

Am letzten Wettkampftag der Ringer-Weltmeisterschaft in Guangzhou hat Maria Müller doch noch eine Medaille für Deutschland gewonnen. Im kleinen Finale bezwang Müller die Spanierin Teresa Mendez und holte Bronze.

Die Hoffnungen der deutschen Ringer auf eine Medaille bei der WM in Guangzhou haben sich am letzten Wettkampftag doch noch erfüllt. Die deutsche Meisterin Maria Müller (Altenburg/67kg) gewann das kleine Finale gegen die Spanierin Teresa Mendez und holte Bronze. Es war der einzige Podiumsplatz für den Deutschen Ringer-Bund (DRB).

Der dritte Platz der 22 Jahre alten Müller, die sich ihre erste internationale Medaille durch einen Erfolg im kleinen Finale gegen die Spanierin Teresa Mendez sicherte, konnte allerdings nicht über den schwachen Auftritt der deutschen Starter hinwegtäuschen. Die DRB-Athleten zeigten sich auf der Matte weitgehend erfolglos und neben der Matte zerstritten. Der seit knapp einem Jahr im Amt befindliche Verbands-Präsidenten Manfred Werner weiß, dass einige Arbeit auf ihn zukommen wird.

Werner kündigt Aufarbeitung an

"Wir werden dieses Thema ganz sicher zeitnah im Präsidium prüfen und mit den Sportlern bearbeiten. Wir werden im Sinn des Hochleistungsgedanken darüber sprechen und zu einer Lösung kommen", erklärte Werner im Hinblick auf die Diskussionen um Sportdirektor Detlef Schmengler. Während der Titelkämpfe hatten zahlreiche WM-Starter in einem Offenen Brief die Ablösung Schmenglers gefordert und die unter seiner Federführung stattgefundene Vorbereitung auf die Titelkämpfe als unzureichend bezeichnet.

Neben dem internen Streit musste der DRB die Misserfolge verkraften. Die vier angetretenen Freistil-Spezialisten verpassten wie die fünf Klassiker die Podiumsplätze. Dabei hatte der Verband schon von vorneherein in zwei Kategorien im griechisch-römischen Bereich (55kg, 96kg) und in drei Freistil-Klassen (55kg, 60kg, 66kg) wegen mangelnder Erfolgsaussichten keinen Teilnehmer an den Start geschickt.

Schätzle und Groß bleiben ohne Medaille

Die sieben an den Start gegangenen Frauen, auf denen im WM-Vorfeld die größten Hoffnungen ruhten, schafften zwar zahlreiche vordere Platzierungen, doch nur Müller holte Edelmetall. Am letzten Wettkampftag scheiterte die zweimalige Europameisterin Anita Schätzle (Schifferstadt/72kg) ebenso vorzeitig wie die zweimalige Vize-Weltmeisterin Stephanie Groß (Ückerath/63kg).

Immerhin verhinderte Müller ("Ich bin überglücklich, kann es kaum fassen und peile jetzt als Ziel die Olympischen Spiele 2008 an.") eine ähnliche Enttäuschung wie bei der WM 2003 und den Olympischen Spielen 2004. Bei diesen Turnieren holte der DRB nicht eine Medaille.

"Wir wissen, wo wir stehen. Die Weltspitze ist eng beisammen und wir hatten im ein oder anderen Kampf auch ein wenig Pech. Wir haben die Mannschaft verjüngt und man muss uns Zeit geben. Man kann nichts mit der Brechstange erreichen", sagte Werner, der vor der WM zwei Medaillen als Ziel ausgegeben hatte: "Ich bin davon überzeugt, dass das Potenzial und die Perspektiven da sind. Ich bin mit der Arbeit der Bundestrainer zufrieden und für die Zukunft nach wie vor hoffnungsvoll."

© SID

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