Ringen WM
WM als Wegweiser für Deutschen Ringer-Bund

Heute beginnt die WM in Guangzhou und für die deutschen Ringer geht es in China um mehr als um Medaillen. Vor allem die deutschen Herren suchen nach möglichen Hoffnungsträgern von morgen.

Die heute beginnende Weltmeisterschaft im chinesischen Guangzhou ist für die deutschen Ringer mehr als nur der Kampf um Medaillen. Es gilt auch Zeichen für die Zukunft des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) zu setzen. Denn besonders bei den Männern ist erfolgreicher Nachwuchs noch rar. Doch Erfolge sind Pflicht, will der Verband nicht in der olympischen Förderstufe abrutschen.

"Es wird ganz schwer, Medaillen zu erkämpfen. Mit zweimal Edelmetall und einigen vorderen Platzierungen wäre ich zufrieden", definiert DRB-Präsident Manfred Werner die Ambitionen für die WM und bezieht seine Hoffnungen auf Edelmetall vor allem auf die Frauen. "Die Konkurrenz aus Japan, China, Kanada und den USA ist zwar groß, aber unsere Mädels wollen angreifen und in breiter Ebene bei der Weltspitze, d.h. im Bereich eins bis acht, dabei sein."

EM-Platzierungen nähren Medaillen-Hoffnungen

Die Platzierungen bei der zurückliegenden EM nähren diese Hoffnung durchaus. Alexandra Engelhardt (Ückerath/48kg), Stefanie Stüber (Daxladen/59kg) und Anita Schätzle (Schifferstadt/72kg) standen im April auf dem Podium. Auch bei Ex-Weltmeisterin Brigitte Wagner (Hallbergmoss/51kg) ist ein Formanstieg bemerkbar.

"Die Aufgabe eine Medaille zu holen, liegt wohl in erster Linie auf den Schultern von Anita Schätzle. Besonders erfreulich ist aber auch, dass Brigitte Wagner nach langer Verletzungspause wieder dabei ist und mit guten Leistungen wieder Anschluss gefunden hat", meinte DRB-Sportdirektor Detlef Schmengler.

Während bei den Frauen alle sieben Gewichtsklassen besetzt sind, treten bei den Herren in zwei griechisch-römischen und in drei Freistil-Klassen keine deutschen Ringer an. Es mangelt einfach weiter an Spitzenathleten. "Die Bundestrainer haben richtig gehandelt, einige Plätze nicht zu besetzen. Dort sind einfach keine Chancen zu sehen", erläutert Werner die Gedankengänge hinter den Nominierungen des Herren-Kaders.

Werner: "Wir müssen verjüngen"

Der DRB macht allerdings aus dieser Not eine Tugend und nutzt die WM zum Aufbau neuer Talente. Abgesehen von den Routiniers Konstantin Schneider (Köllerbach/74kg) und David Bichinaschwili (Aalen/84kg) treten ausschließlich junge Nachwuchssportler an. "Wir müssen verjüngen und haben im Junioren-Bereich auch vielversprechende Talente. Wir schielen schon ein bißchen auf die Olympischen Spiele 2012", erklärt Werner. "Aber schon 2008 ist es bereits unsere Aufgabe, etwas zu holen, um in der Förderstufe nicht abzufallen. Daher gilt es vor allem bei der WM im kommenden Jahr soviele Plätze wie möglich für Olympia zu sichern."

© SID

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