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Roberto Heras schlüpft ins Goldene Trikot

Die Vuelta hat einen neuen Spitzenreiter: Lokalmatador Roberto Heras gewann die 15. Etappe und schlüpfte so ins Goldene Trikot des Führenden. Ex-Gesamtschnellster Denis Mentschow hat nun einen Rückstand von 4:30 Minuten.

Bei der Spanien-Rundfahrt wird der Sieger wohl zum vierten Mal Roberto Heras heißen. Der 31-jährige Lokalmatador vom Team Liberty Seguros holte sich auf der 15. Etappe über 191km seinen zweiten Tagessieg bei der 60. Vuelta und nutzte zugleich die letzte Bergankunft, um den Russen Denis Mentschow (Rabobank) an der Spitze des Gesamtklassements abzulösen. Im Kampf um das Goldtrikot liegt Heras nun 4:30 Minuten vor Mentschow und 4:50 Minuten vor seinem spanischen Landsmann Carlos Sastre (CSC).

Heras hatte bereits am vorletzten Anstieg des Tages 60km vor dem Ziel attackiert und sich erstmals bei dieser Rundfahrt entscheidend von Mentschow gelöst, der daraufhin völlig einbrach und über fünf Minuten Rückstand kassierte. Im bis zu 17 Prozent steilen Schlussanstieg zur 1440m hohen Skistation von Valgrande/Pajares konnte Heras auch die letzten Verfolger abschütteln und seinen insgesamt zehnten Vuelta-Etappensieg feiern.

T-Mobile-Profi Sevilla auf Rang Zwölf

T-Mobile-Fahrer Oscar Sevilla gehörte zu den ersten Verfolgern und erreichte 4:45 Minuten hinter Heras als Zwölfter das Ziel. Im Gesamtklassement behauptete der Spanier im Magenta-Team seinen sechsten Rang - 11:16 Minuten hinter dem Spitzenreiter. "Oscar hat sich im Verlauf der Vuelta kontinuierlich gesteigert und wird seine tolle Platzierung bis Madrid sicher behaupten können", erklärte T-Mobiles sportlicher Leiter Frans van Looy.

Einen Tag zuvor hatte Mentschow die Gesamtführung auf der 14. Etappe noch bravourös verteidigt. Beim Etappensieg von Lokalmatador Eladio Jimenez hatte der 27-Jährige als Tages-Fünfter mit Heras am Hinterrad die Bergankunft in Lagos de Covadonga erreicht.

Jimenez war seinen Mitausreißern einer ursprünglich 14-köpfigen Spitzengruppe auf dem 12,5km langen Schlussanstieg davongefahren, um sich mit 1:20 Minuten Vorsprung auf den Tages-Zweiten Inigo Cuesta (Saunier Duval) im Alleingang durchzusetzen. Sevilla hatte 2:11 Minuten hinter dem Etappensieger Platz acht belegt und belegt 11:16 Minuten zurück den sechsten Gesamtrang.

Tom Boonen steigt aus

Nicht mehr dabei ist indes Belgiens Sprintstar Tom Boonen. Der 24-Jährige vom Quick-Step-Team, der schon die Tour de France nicht hatte beenden können, trat am Samstag zum Start in La Penilla nicht mehr an. Der Gewinner von insgesamt vier Tour-Etappen hatte bereits vor einigen Tagen erklärt, die Spanien-Rundfahrt mit Rücksicht auf seinen WM-Start Ende September in Madrid möglicherweise vorzeitig verlassen zu wollen.

Am Montag steht der zweite Ruhetag der diesjährigen Vuelta auf dem Programm. Am Dienstag könnten dann wieder einmal die Sprinter auf ihre Kosten kommen, da das 16. Teilstück über 162,5km von Leon nach Valladolid überwiegend flach verläuft.

© SID

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