Rodeln DM
Leitner Resch werden Favoritenrolle gerecht

Patric Leitner und Alexander Resch haben ihren Titel bei den Deutschen Rodel-Meisterschaften erfolgreich verteidigt. Auch David Möller war erneut erfolgreich. Bei den Frauen triumphierte Youngster Natalie Geisenberger.

Die Favoriten haben bei den Deutschen Rodel-Meisterschaften in Oberhof nichts anbrennen lassen. David Möller sowie das Duo Patric Leitner/Alexander Resch haben ihren Titel erfolgreich verteidigt. Bei den Damen triumphierte gut drei Wochen vor dem Weltcup-Auftakt Youngster Natalie Geisenberger. Nagano-Olympiasiegerin Silke Kraushaar-Pielach, die vor anderthalb Monaten einen doppelten Bänderriss im rechten Fuß erlitten hatte, war mit Rang zwei zu Beginn ihrer Abschiedstour zufrieden.

Geisenberger überrascht

"Den Titel hätte ich nicht erwartet, ich bin sehr glücklich - aber die WM ist noch weit weg", sagte die 19-jährige Geisenberger. Das Riesentalent aus Miesbach war im Vorjahr nach dem Rücktritt von Sylke Otto kurzfristig ins WM-Team gerutscht, hatte Rang vier belegt und jagt nun die "Alten". Die 37-jährige Kraushaar-Pielach (Oberhof) meinte: "Ich konnte erstmals ohne dicken Stützstrumpf fahren, hatte nur einen dicken Tapeverband um den Fuß. Es läuft immer besser und bis zur WM im Januar ist noch ein bisschen Zeit."

Auch Weltmeister Möller (Schalkau) fand seine Läufe und das Ergebnis "in Ordnung", der 25-Jährige prüfte wie die Kollegen bei leichtem Nieselregen und weichem Eis das Material. Der "Hackl-Nachfolger" siegte in zwei Läufen mit 0,114 Sekunden Vorsprung nach Bahnrekord im ersten Durchgang auf Jan Eichhorn (Oberhof) und machte seinen dritten Titel in Serie perfekt. Dritter wurde Felix Loch (Berchtesgaden).

Die Weltmeister Leitner/Resch holten ihren vierten DM-Titel nach 1999, 2003 und 2007. Die Olympiazweiten Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal/0,025) und Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee/0,259) folgten bei den Titelkämpfen, bei denen offiziell schon die Meister für das kommende Jahr gekürt wurden, auf den Plätzen zwei sowie drei. "Es war schon wichtig zu zeigen, dass wir auf der WM-Bahn schnell sind. Das steigert das Selbstvertrauen", meinte sich Resch.

Hüfner landet auf Rang drei

Hinter Geisenberger und Kraushaar-Pielach (Oberhof/0,120 Sekunden zurück) wurde Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal/0,277) Dritte. Titelverteidigerin war die zweimalige Olympiasiegerin Otto, die inzwischen Mutter geworden ist.

Bundestrainer Thomas Schwab nominierte nach Abschluss der nationalen Qualifikation alle Medaillengewinner für den Weltcup. Außerdem sind auch Anke Wischnewski (Oberwiesenthal), Johannes Ludwig (Oberhof), Andi Langenhan (Zella-Mehlis) dabei. Schwab: "Ich bin hier mit dem Niveau in der Spitze und im Nachwuchs zufrieden gewesen. Ich glaube nicht, dass die anderen Nationen schon weiter sind."

© SID

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