Rodeln National: Kraushaar-Pielach droht Ende der Rodel-Karriere

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Kraushaar-Pielach droht Ende der Rodel-Karriere

Weil die deutsche Top-Rodlerin Silke Kraushaar-Pielach Probleme am Handgelenk hat, droht der Olympiasiegerin von Nagano das Karriereende. Die Beschwerden sind so akut, dass sie nach dem Weltcup-Finale operiert wird.

Nach dem Abschied der schwangeren Sylke Otto droht nun auch der Top-Rodlerin Silke Kraushaar-Pielach das vorzeitige Karriereende. Die 36 Jahre alte Nagano-Olympiasiegerin muss nach dem Weltcup-Finale am kommenden Wochenende in Sigulda am rechten Handgelenk operiert werden. Akute Beschwerden durch das `Karpaltunnel-Syndrom´ hatten die Thüringerin, die ihre Laufbahn eigentlich mit der Heim-WM 2008 in Oberhof beenden will, in den letzten Rennen einschließlich der WM behindert.

"Ich hoffe sehr, dass alles gut verläuft und meine Hand sich schnell regeneriert", sagte die gebürtige Sonnebergerin: "Es gibt zwar keine Garantie, dass ich nach dem Eingriff schmerzfrei bin, aber die Chance will ich nutzen. Mein großes Ziel, die Heim-WM, habe ich jedenfalls nicht aus den Augen verloren." In Lettland am Samstag wird die Olympiazweite von Turin antreten, ihren fünften Gewinn des Gesamtweltcups hat sie bereits sicher.

"Das Problem mit dem Handgelenk habe ich schon länger, ich wollte es aber nicht zum großen Thema machen", sagte Kraushaar-Pielach: "Doch die Beschwerden wurden innerhalb kürzesster Zeit so akut, dass sie unmittelbaren Einfluss auf meinen Wettkampf, konkret die Startphase, genommen haben." Kribbeln in den Händen, Taubheitsgefühl, Schmerzen bis in die Schulter - die Operation ist nicht zu vermeiden.

In Innsbruck gepatzt

Beim Championat in Innsbruck-Igls kostete Kraushaar-Pielach ein überraschend schwerer Schnitzer am Start das schon sicher geglaubte Gold - sie touchierte nach missglückten Paddelschlägen die Bande und wurde Dritte. Auch beim folgenden Weltcup in Winterberg landete die Seriensiegerin des Winters nach einem solchen Fehlstart nur auf Platz vier.

"Es fühlt sich an, als würde ich ins Leere greifen, ich finde einfach keinen Halt mehr", beschreibt Kraushaar-Pielach. Ein stabiles Anfahren in der Rinne, ein fester Hieb ins Eis waren kaum noch möglich: Die Muskelkraft in der rechten Hand reichte nicht mehr aus, den Schlitten beim Start in der Spur zu halten.

Grund für die Schmerzen ist, dass der Karpaltunnel zwischen rechter Handwurzel und Handgelenk verengt und der darin verlaufende Nerv einer ständigen Reizung ausgesetzt ist. Durch den operativen Eingriff Mitte März soll der Kanal wieder erweitert und der Nerv freigelegt werden.

© SID

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