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Niedernhuber steigt endgültig vom Schlitten

Die erfolgreiche Karriere von Rennrodlerin Barbara Niedernhuber hat ein abruptes Ende gefunden. "Ich habe eine Knöchel-Operation noch nicht voll überwunden und wäre zum Saisonauftakt nicht fit", sagte Niedernhuber.

Die Folgen einer Knöchel-Operation sorgen für das Karriereende von Rennrodlerin Barbara Niedernhuber. Die Olympiazweite von 1998 und 2002 beendet mit sofortiger Wirkung ihre Laufbahn und beginnt eine Ausbildung im gehobenen Polizeidienst.

"Ich habe die Knöchel-Operation vom Juli noch immer nicht voll überwunden und wäre zum Saisonbeginn auf alle Fälle nicht fit", begründete die 32-Jährige vom WSV Königssee ihren kurzfristigen Entschluss: "Ich freue mich, dass ich bei der Bundespolizei die Möglichkeit erhalte, den reibungslosen Übergang vom Leistungssport in die berufliche Karriere zu schaffen."

Die Weltcup-Gesamtsiegerin der Saison 2004/05 und viermalige Vizeweltmeisterin war im Juli wegen einer im Training erlittenen Knöchelabsplitterung im rechten Fuß operiert worden und kann wegen einer anschließenden bakteriellen Infektion im Wundbereich noch immer nicht wieder schmerzfrei gehen.

Ab 9. Oktober Ausbildung an der Bundes-Polizeiakademie

In den letzten Tagen bestand Niedernhuber in Lübeck das Auswahlverfahren für den "gehobenen Polizei-Vollzugsdienst" und kann danach bereits ab dem 9. Oktober eine dreijährige Ausbildung an der Bundes-Polizeiakademie beginnen.

Im Team der deutschen Weltklasse-Rodlerinnen gehörte Barbara Niedernhuber fast ein Jahrzehnt lang neben Silke Kraushaar (Oberhof) und Sylke Otto (Oberwiesenthal) zu den "großen Drei", die den Kufen-Sport dominierten. Im Vorjahr konnte sich die Polizei-Obermeisterin nicht für die Olympia-Mannschaft qualifizieren und wurde unter anderem aufgrund von Verletzungen von der großen nationalen Konkurrenz phasenweise aus dem Weltcup-Aufgebot verdrängt.

© SID

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