Rodeln Weltcup
Demtschenko siegt zum Weltcup-Auftakt der Rodler

Bei widrigen Bedingungen hat der Russe Albert Demtschenko den ersten Weltcup der Rodler in Sigulda für sich entschieden. Bester Deutscher war David Möller auf dem enttäuschenden zehnten Rang.

Beim Wetterchaos in Sigulda behielt Albert Demtschenko den Durchblick: Der Titelverteidiger hat den auf einen Lauf verkürzten ersten Saison-Weltcup der Rodler gewonnen. Der Russe verwies in 50,683 Sekunden den US-Amerikaner Tony Benshoof (50,759) und Martins Rubenis aus Lettland (50,877) auf die Plätze. Bester deutscher Rodler war Ex-Weltmeister David Möller vom RRV Sonneberg/Schalkau als enttäuschender Zehnter.

Katastrophaler Bahnzustand durch Dauerregen und hohe Temparaturen

Der Wettbewerb stand ganz im Zeichen der katastrophalen Bahnbedingungen. Dauerregen und Temperaturen von über zehn Grad hatten der ohnehin mangelhaft präparierten Kunsteisbahn in Lettland erheblich zugesetzt. "Der Zustand der Bahn war teilweise katastrophal", erregte sich auch Bundestrainer Thomas Schwab, "Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber dann waren die Bedingungen absolut unfair. So hätte man das Rennen nicht starten dürfen."

Der miserable Bahnzustand sorgte dann auch dafür, dass der am Ende auf Rang 21 gelandete Franzose Yann Fricheteau im ersten Durchgang Bestzeit fuhr, weil er eine der ersten Startnummern hatte. Der am Ende gestartete und deshalb von vornherein chancenlose Weltcup-Titelverteidiger Albert Demtschenko (Russland) verzichtete sogar auf das Anschieben am Start, weil er unbedingt Letzter werden wollte, um im zweiten Lauf als erster Starter die besten Bedingungen zu haben. Die Jury annullierte aber den ersten Durchgang und wertete nur den zweiten Lauf für das Weltcup-Resultat. Favorit Demtschenko siegte.

Möller entschuldigt sich: "Mein Fehler"

"Ich hatte das richtige Material, habe es aber nicht genutzt. Mein Fehler", entschuldigte sich Ex-Weltmeister David Möller für seinen enttäuschenden zehnten Rang. Der Thüringer vom RRV Sonneberg/Schalkau hatte seinen Schlitten auf "Wasserschlacht" getrimmt, kam aber unmittelbar nach einer Bahnpräparierung zum Start und hatte damit den falschen Untergrund. "David hat es verfahren, andere waren chancenlos", ärgerte sich Schwab und meinte Denis Geppert. Der im Training überzeugende Oberwiesenthaler war im annullierten Lauf Dritter, wurde am Ende aber nur 14.

Die beim Triumph der Weltcup-Titelverteidiger Christian Oberstolz/Patrick Gruber (Italien) drittplatzierten Olympiasieger Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) brachten sich im beinharten deutschen Dreikampf der Doppelsitzer um die zwei Olympia-Startplätze gegenüber den diesmal nur auf Rang vier bzw. sechs platzierten Sebastian Schmidt/Andre Forker (Altenberg) und Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Friedrichroda/Oberwiesenthal) sofort in eine gute Ausgangsposition. Schmidt/Forker hatten nach dem ersten Durchgang das Feld angeführt, waren dann aber durch einen groben Patzer im zweiten Lauf noch zurückgefallen.

Auch im Teamwettbewerb enttäuscht Deutschland

Zum ersten Mal seit der Einführung vor zwei Jahren verpasste das deutsche Team zudem den Sprung auf das Siegerpodest eines Teamwettbewerbs. Zum Abschluss der Weltcuprennen in Sigulda fuhren Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden), Einzel-Siegerin Silke Kraushaar (Oberhof) sowie David Möller (Sonneberg/Schalkau) in 2:23,815 Minuten nur auf den fünften Platz. Der Sieg ging an Gastgeber Lettland in 2:23,195 Minuten vor Österreich (2:23,340) und Italien.

© SID

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