Rodeln Weltcup
Deutsche Rodler wollen die Nummer eins bleiben

Für die deutschen Rodler beginnt heute in Lake Placid die neue Weltcup-Saison. "Wir wollen die Nummer eins bleiben. Das Team ist gut aufgestellt und die Stimmung prima", erklärte Cheftrainer Thomas Schwab.

In Lake Placid (USA) starten die deutschen Rodler heute in die neue Weltcup-Saison. "Wir wollen die Nummer eins bleiben. Das Team ist gut aufgestellt und die Stimmung prima", sagte Cheftrainer Thomas Schwab. Das Vorjahr, als nach einer starken Weltcup-Tour bei der WM in Igls drei Goldmedaillen heraussprangen, sei natürlich schwer zu toppen. Altstar Silke Kraushaar-Pielach und die Doppelsitzer Patric Leitner/Alexander Resch gehen zudem als Gesamtweltcup-Titelverteidiger an den Start.

"Wir treiben uns gegenseitig nach vorn"

"Wir sind noch stärker geworden", meint Weltmeister David Möller und begründet: "Wir treiben uns gegenseitig nach vorn, sind im Schlittenbau transparent - das erspart doppeltes Arbeiten." Geheimniskrämereien wie zu aktiven Zeiten von Georg Hackl, der nun als Trainer seine Erfahrungen zur Verfügung stellt, sind vorbei. Der WM-Dritte Jan Eichhorn liegt auf der Lauer. Olympiasieger und Weltcup-Gewinner Armin Zöggeler (Italien) soll möglichst oft geschlagen werden.

Die Frauen können in den beiden ersten Rennen in Lake Placid (heute) und Calgary (23. November) ihre Siegesserie im Viessmann-Weltcup nicht nur auf 75 Erfolge ausbauen. Sie wären dann zugleich in zehn Jahren in allen internationalen Rennen ungeschlagen. Die Österreicherin Andrea Tagwerker hatte am 29. November 1997 am Königssee vor Kraushaar gewonnen.

"Die Bahn ist schwierig"

"Die Bahn in Lake Placid ist schwierig, im Training sind die Amerikanerinnen die Bestzeiten gefahren", warnt Schwab. Auch nach dem Rücktritt der zweimaligen Olympiasiegerin Sylke Otto im Januar 2007 hat er mehrere heiße Eisen im Feuer. Neben Weltmeisterin Tatjana Hüfner ist auch der WM-Vierten Natalie Geisenberger (19) wie bei der DM vor zwei Wochen ein oberster Podestplatz zuzutrauen.

"Der Generationswechsel ist doch schon vollzogen. Der Bundestrainer braucht keine Angst zu haben - es wird so weitergehen", meinte Nagano-Olympiasiegerin Kraushaar-Pielach. Die 37-Jährige selbst fühlt sich nach einer alles andere als optimal verlaufenen Vorbereitung wieder auf dem "aufsteigenden Ast" und gibt zu: "Gold zum Abschied - das wäre ein Traum."

Die fünfmalige Gesamtweltcup-Gewinnerin wurde im März wegen eines "Karpaltunnel-Syndroms" (Druck auf den Nerv führte zu Taubheitsgefühlen) an der rechten Hand operiert. Die Reha dauerte dann länger als gedacht, und zu allem Überfluss erlitt sie im September beim Fußball einen doppelten Bänderriss im rechten Fuß.

"Wir wollen den Titel"

Das deutsche Parade-Doppel Leitner/Resch hat den sechsten Gesamtweltcup-Erfolg im Visier. "Wir sind jetzt gespannt auf den internationalen Vergleich", sagte Resch und blickte voraus: "Bei der WM wollen wir den Titel. Wir fahren doch nicht hin, damit der Bus voll wird."

Bis zu den Weltmeisterschaften in Oberhof vom 25. bis 27. Januar stehen fünf der insgesamt acht Weltcup-Rennen sowie die EM auf dem Programm. Neu in der Rennserie: Die Teamwettbewerbe werden wie zuletzt schon bei der WM als Staffel mit fortlaufender Zeitnahme durchgeführt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%