Rodeln Weltcup
Hüfner siegt bei deutschem Vierfach-Triumph

Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) hat beim Rodel-Weltcup in Igls ihren dritten Sieg in Serie gefeiert. Die 24-Jährige setzte sich beim deutschen Vierfach-Erfolg vor Silke Kraushaar-Pielach durch.

Weltmeistern Tatjana Hüfner ist auch weiterhin das Maß der Dinge im Rodeln: Die 24-jährige Oberwiesenthalerin schaffte in Igls beim deutschen Vierfach-Triumph ihren dritten Weltcup-Sieg in Serie. Hüfner, David Möller und Patric Leitner/Alexander Resch hatten außerdem zuvor beim mit 60 000 Euro dotierten Challenge-Cup für drei Erfolge gesorgt.

"Ich mache mich nicht mehr so heiß wie früher, bin einfach lockerer - das tut mir gut", meinte Hüfner und richtete den Blick nach vorn: "Ich freue mich schon wahnsinnig auf die WM." Die Titelkämpfe finden Ende Januar in Oberhof statt. Für Hüfner war es der sechste Weltcup-Erfolg ihrer Laufbahn.

Die zweitplatzierte Silke Kraushaar-Pielach (Oberhof) leistete sich wie bei der WM 2007 auf dieser Piste einen Fehler am Start des zweiten Laufes und verfehlte erneut den Siegrekord der nicht mehr aktiven Sylke Otto (37 Erfolge). "Das klappt schon noch", meinte die Thüringerin.

Bestzeit in beiden Läufen

Hüfner fuhr auf der Olympiabahn von 1976 in beiden Läufen die Bestzeit und war 0,212 Sekunden schneller als Weltcup-Spitzenreiterin Kraushaar-Pielach. Es folgten Natalie Geisenberger (Miesbach/0,241) und Anke Wischnewski (Oberwiesenthal/0,351). In diesem Winter konnten die deutsche Eisflitzerinnen bisher alle Podestplätze belegen.

Nagano-Olympiasiegerin Kraushaar-Pielach (340 Punkte) führt im Viessmann-Weltcup nach vier von acht Rennen mit nur noch vier Zählern Vorsprung auf Hüfner (336), die sich zum Saisonauftakt einen zehnten Rang geleistet hatte. "Ich habe am Anfang viel getestet und bin dadurch instabil gefahren", sagte die Olympiadritte. Die seit über zehn Jahren ungeschlagenen deutschen Rodlerinnen haben nun 77 Weltcup-Rennen hintereinander gewonnen.

Vor gut zehn Monaten hatten die Schützlinge von Cheftrainer Thomas Schwab an gleicher Stelle alle WM-Titel abgeräumt. Den kompletten Siegeszug beim diesjährigen Weltcup können Möller und Co. am Sonntag (ab 10.00 Uhr) vollenden.

Möller distanziert Österreicher

Weltmeister Möller setzte sich im Finale des im K.o.-System stattfindenden Challenge-Cup-Wettbewerbs in 49,160 Sekunden gegen den Österreicher Martin Abentung (49,246) durch. Möller kassierte genauso 2 000 Euro Siegprämie wie Hüfner, die in 40,601 Sekunden klar schneller war als Kraushaar-Pielach (40,201). 2 400 Euro gab es für Leitner/Resch, die in 39,964 Sekunden gegen die Olympiasieger Andreas Linger/Wolfgang Linger (Österreich/40,165) siegten.

Leitner musste wegen eines Bandscheibenvorfalls erneut gesundgespritzt werden. "Trotzdem haben wir eine nahezu einwandfreie Fahrt hingelegt", sagte Leitner. Möller erklärte: "Ich bin sehr zufrieden, aber im Weltcuprennen muss ich noch eine Schippe drauflegen."

© SID

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