Rodeln Weltcup
Langenhan feiert ersten Weltcup-Erfolg

Beim Saisonauftakt der Rodler in Igls hat Andi Langenhan seinen ersten Weltcup-Sieg eingefahren. Der 24-Jährige verwies den zweimaligen Weltmeister David Möller auf Rang zwei.

Nobody Andi Langenhan ist beim Saisonauftakt der Rodler zum Held des Tages avanciert: Der 24-jährige Thüringer stand in Igls erstmals auf einem Weltcup-Podest und feierte mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf den zweimaligen Weltmeister David Möller gleich seinen ersten Sieg. "Legendär. Die Läufe waren der Hammer, ich freue mich riesig", meinte der Mädchenschwarm aus Zella-Mehlis.

Der zum Trainerstab gehörende Georg Hackl, vor über drei Jahren bis dato letzter deutscher Weltcup-Sieger auf der Olympiapiste von 1976, meinte: "Das ist ein Knotenpunkt seiner Karriere. Mit dem Startrekord hat er den Grundstein gelegt, die Fahrlage war diesmal optimal - er hat sich enorm gesteigert."

Langenhan war bei der letzten WM in Oberhof beim deutschen Dreifachsieg hinter dem diesmal verletzt fehlenden Weltmeister Felix Loch (doppelter Bänderriss in der linken Schulter) und Möller zwar schon überraschend Dritter geworden, davon hatte im allgemeinen Siegesrausch aber kaum jemand Notiz genommen.

"Er war einfach mal dran"

Polizeimeister Langenhan, der im Sommer in Meiningen seine Ausbildung als Jahrgangsbester beendete, rauschte nun am Patscherkofel in den Mittelpunkt. Nach Bestzeit und fast einer Zehntelsekunde Vorsprung im ersten Durchgang wurde es nach zwei leichten Fahrfehlern im Finale richtig eng. Am Ende rettete Langenhan exakt 0,011 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Dritter wurde der zweimalige Olympiasieger Armin Zöggeler (Italien/0,195 Sekunden).

"Genial. Andi hat es verdient, er war einfach mal dran, denn er liefert tolle Arbeit ab", sagte der neue Rodel-Cheftrainer Norbert Loch über seinen bisher bestenfalls fünftplatzierten Schützling: "Damit war trotzdem nicht zu rechnen." Bei den Doppelsitzern am Samstag hatte der Nachfolger von Goldschmied Thomas Schwab weniger Freude, denn erstmals seit Februar 2007 gab es im Viessmann-Weltcup keinen Podestplatz.

Die Olympiasieger Patric Leitner/Alexander Resch waren beim Sieg der Italiener Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder nur auf Rang fünf gelandet. Die Weltmeister Andre Florschütz/Torsten Wustlich fallen nach einer Bandscheiben-Operation von Florschütz mehrere Monate aus.

Im vorgeschalteten K.o.-Wettbewerb des Challenge Cups hatten Weltmeisterin Tatjana Hüfner (Oberwiesenthal) und Möller als Gewinner sowie Leitner/Resch als Zweite hinter Tobias Schiegl/Markus Schiegl (Österreich) überzeugt.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%