Rodeln Weltcup
Möller muss Zöggeler den Vortritt lassen

David Möller hat beim Rodel-Weltcup in Winterberg den Sieg knapp verpasst. Der Italiener Armin Zöggeler schnappte sich Rang eins vor Möller und Johannes Ludwig.

Der Siegeszug des deutschen Rodel-Quartetts ist gestoppt worden. In Winterberg zog der Olympiasieger Armin Zöggeler (Italien) im zweiten Lauf mit einem Bahnrekord noch an dem bis dahin führenden Ex-Weltmeister David Möller vorbei. Lediglich 0,022 Sekunden fehlten Möller am Ende zum ersten Saisonsieg. Johannes Ludwig, Jan Eichhorn und Andi Langenhahn folgten auf den Plätzen drei bis sechs und sorgten für ein hervorragendes Gesamtergebnis.

"Ich habe im ersten Lauf einen Fehler gemacht, der hat viel Zeit gekostet. Im zweiten Durchgang habe ich nochmals angegriffen, und da haben sich auch kleine Fehler eingeschlichen. Das darf man sich gegen einen Zöggeler nicht erlauben", sagte Möller. Der 26-Jährige aus Schalkau hatte trotz seines Missgeschicks im ersten Lauf einen Bahnrekord aufgestellt, verpasste aber wie schon in Igls (Zweiter) und Sigulda (Dritter) das oberste Podest.

"So ist das ärgerlich"

Mit dem zweiten Platz verlor Möller zudem die Führung im Gesamtweltcup an Zöggeler. "Ich habe natürlich eher gehofft, hier beim Heimrennen meinen Vorsprung auszubauen. So ist das ärgerlich", meinte Möller und richtete gleich eine Kampfansage an den Altmeister aus Italien: "Die Saison ist noch lang. Wir werden jedes Mal neu angreifen."

Anlass zur Hoffnung gibt vor allem das Gesamtergebnis des deutschen Quartetts. Der 22-jährige Ludwig (Oberhof) fuhr erstmals in seiner Karriere auf Platz drei, und auch Saisonauftakt-Sieger Langenhahn (Zella-Mehlis) meldete sich als Fünfter nach seinem enttäuschenden 13. Platz in Sigulda in der Weltspitze zurück.

Möller sieht "Zeichen für die Zukunft"

Laut Möller war die Spitzenleistung des Teams keine Eintagsfliege. "Wir haben hier natürlich einen Heimvorteil. Aber das war ein Zeichen für die Zukunft. Wir haben einen super Teamgeist und werden dann hoffentlich noch öfter alle nach vorn fahren", sagte der Polizeimeister.

Zumal das Team im neuen Jahr vom derzeit verletzten Weltmeister Felix Loch noch verstärkt wird. Der Youngster plant sein Comeback nach der schweren Schulterverletzung für den Weltcup am 4. Januar auf der Hausbahn in Königssee.

"Der Arzt sagt, dass alles in Ordnung ist, aber ich habe noch Schmerzen. Ich möchte nichts riskieren und womöglich zu früh wieder starten", sagte Loch. Der Sohn von Trainer Norbert Loch war bei Tests auf der Olympiabahn von Vancouver gestürzt und hatte sich einen doppelten Bänderriss sowie eine starke Prellung in der Schulter zugezogen.

© SID

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