Rodeln Weltcup
"Ösi" siegt, Möller rodelt auf Rang drei

Über einen deutschen Sieg durften sich die Zuschauer beim Weltcup der Rodler in Altenberg nicht freuen. Immerhin gelang David Möller als Dritter der Sprung aufs Podest, Markus Kleinheinz aus Österreich gewann.

Als bester Deutscher hat Ex-Weltmeister David Möller beim Rodel-Weltcup in Altenberg Platz drei belegt. Der 23-Jährige aus Schalkau musste sich nach zwei Läufen dem siegreichen Österreicher Markus Kleinheinz um 0,442 Sekunden sowie dem US-Amerikaner Tony Benshoof geschlagen geben.

Für Kleinheinz war es in Altenberg und zugleich in seiner Laufbahn der insgesamt dritte Erfolg. Altmeister Georg Hackl, der vergangene Woche auf der Olympiabahn von Turin als Siebter seinen Saisoneinstand gegeben hatte, pausierte wegen Kraftnachteilen als Folge seiner Bandscheiben-Operation. Bei der nächsten Station des Viessmann-Weltcups am 10./11. Dezember in Calgary geht er wieder an den Start. Am Sonntag finden im Osterzgebirge noch die Wettbewerbe der Doppelsitzer (11.00 Uhr) und Damen (13.00 Uhr) statt.

Geppert in Lauerstellung

"Mein Anspruch ist höher. Ich hatte zu viele Querrutscher, muss mich fahrerisch verbessern", ärgerte sich Möller und meinte: "Normalerweise sind Albert Demtschenko und Armin Zöggeler noch einzurechnen - dann bin ich nur Fünfter." Die beiden Olympiafavoriten aus Russland und Italien vergriffen sich im ersten Durchgang aber mit dem Material und landeten am Ende auf den Plätzen fünf sowie sechs. Denis Geppert aus Oberwiesenthal wurde Vierter.

Georg Hackl äußerte sich derweil erstmals auch zu Trennungsgerüchten: "Es stimmt." Die gelernte Bankkauffrau Margit, der er 1999 das Ja-Wort gegeben hatte, ist vor rund einem Monat aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und nahm sich eine eigene Wohnung. Die 37-Jährige war rund 15 Jahre an Hackls Seite.

Fahrerische Schwächen abstellen

Der nur um 15 Tausendstel bezwungene Benshoof führt nach drei von acht Stationen die Gesamtwertung nun gemeinsam mit Titelverteidiger Demtschenko (jeweils 240 Punkte) an, der im zweiten Lauf mit Bahnrekord noch von Rang 18 in die Spitze fuhr. Olympiasieger Zöggler (205) ist Gesamt-Dritter, Möller (166) als Fünfter der beste Deutsche.

"Wir müssen die fahrerischen Schwächen abstellen", meinte Chefbundestrainer Thomas Schwab. Zugleich räumte er ein: "Der Kampf um die Olympiatickets brennt an den Nerven." Geppert war diesmal besser als Jan Eichhorn (Oberhof), der im zweiten Lauf von Rang vier auf sieben zurückfiel. "Das bringt aber fast gar nichts, er war zu dicht hinter mir", so der Oberwiesenthaler Geppert. Hinter den ziemlich "sicheren" Turin-Startern Hackl und Möller scheint nur noch ein Startplatz vakant.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%