Rodeln Weltcup
Rodler Hackl stürzt sich wieder in den Eiskanal

Der deutsche Rodel-Star Georg Hackl wird beim kommenden Weltcup in Cesana/Italien erstmals wieder nach seiner Operation an den Start gehen. Damit beendet er auch alle Spekulationen um ein mögliches Karriereende.

Georg Hackl begibt sich nach seiner krankheitsbedingten Auszeit früher als erwartet wieder in den Eiskanal und beendet damit alle Spekulationen um ein eventuelles Karriereende. Der deutsche Superstar trainiert bei Frühlingswetter auf der wachsweichen Olympiabahn in Cesana/Italien für den kommenden Weltcup (19./20. November) und damit für die im Februar ausgefallene Generalprobe der Olympischen Spiele von Turin.

"Von mir ist reinweg gar nichts zu erwarten", verkündet Georg Hackl. Der dreimalige Olympiasieger wollte nach überstandener Bandscheiben-Operation und Nervenentzündung eigentlich erst Mitte Dezember sein Weltcup-Comeback geben. In der Gerüchteküche wurde gar der vorzeitige Rücktritt des 39-Jährigen gehandelt. "Aber die Bahn hier in Cesana gefällt mir auf einmal richtig. Liebe auf den zweiten Blick sozusagen", ließ der "Schorsch" verlauten. Via SMS, auf Italienisch. Seit Mai lernt der Berchtesgadener mit der ihm eigenen Akribie die Sprache, hat auch im Trainingscamp Cesana immer sein Buch der italienischen Grammatik zur Hand.

Bundestrainer unterstützt Hackl

Laut Thomas Schwab "fährt der Schorsch schon richtig gut. Für ihn wird der Weltcup hier eine wichtige Erfahrung unter Wettkampfbedingungen." Der Bundestrainer unterstützt deshalb den Plan seines Routiniers, trotz der fehlenden Kraft im linken Arm (die Nervenentzündung verhinderte Krafttraining. Beim Anschieben am Start ist Hackl der Konkurrenz klar unterlegen) den Weltcup als Zusatz-Training zu nutzen. Die nächsten Weltcup-Rennen in Altenberg (26./27. November) wird Hackl vermutlich zugunsten von Zusatztraining im Kraftraum wieder auslassen.

Coach Schwab war drei Tage vor den ersten Weltcuprennen insbesondere mit den Herren mit Ausnahme von Hackl "überhaupt nicht zufrieden. Wenn ich die Zeiten der Italiener sehe, dann sind wir noch weit entfernt." Die Bahn sei trotz des extrem warmen Wetters sehr gut präpariert. Nur die umgebaute Kurven-Kombination 17/18, in der sich im Februar beim am Ende abgesagten Weltcup etliche Athleten böse verletzt hatten, sei "noch immer ziemlich gefährlich, wenn jemand stürzt."

© SID

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