Rodeln Weltcup
Rodlerin Kraushaar hält deutsche Serie am Leben

Beim Weltcup-Auftakt der Rodlerinnen im italienischen Cesana haben die deutschen Damen ihre Vormachtstellung untermauert. Hinter Siegerin Silke Kraushaar-Pielach reihten sich gleich drei schnelle Landsfrauen ein.

Gewohntes Bild zum Weltcup-Auftakt der Rodel-Damen: Auf der Olympiabahn von Cesana bei Turin verwies die Olympiazweite Silke Kraushaar-Pielach aus Oberhof nach zwei Läufen in 1:36,444 Minuten ihre Teamgefährtinnen aus Oberwiesenthal Anke Wischnewski, Tatjana Hüfner und Sylke Otto auf die nächsten Plätze.

Für die deutschen Rodlerinnen war es der 65. Weltcup-Erfolg in Folge seit November 1997. Die gerade 36 Jahre alt gewordene Kraushaar-Pielach feierte den 29. Einzelsieg ihrer Karriere.

Olympiasiegerin Sylke Otto verpasste den Erfolg in Cesana aufgrund eines kapitalen Fahrfehlers im ersten Lauf, durch den sie zwischenzeitlich auf Rang 13 zurückfiel. Durch Bestzeit im zweiten Lauf kämpfte sich die 37-Jährige noch auf Platz vier nach vorn.

"Die Ehe scheint mich zu beflügeln"

"Ich habe mich wohl am besten auf die Bedingungen hier eingestellt", sagte Silke Kraushaar-Pielach nach ihrem 29. Weltcup-Einzelsieg. "Man weiß ja vor dem ersten Rennen nie, wo man steht. Auf Grund der Witterung war es ein kleines Pokerspiel mit einem glücklichen Ende für mich." Und die angehende Fitness-Kauffrau und frisch gebackene Ehefrau, hatte noch eine zweite Erklärung für den geglückten Start in ihre vermutlich vorletzte Saison. "Die Ehe scheint mich zu beflügeln."

Sauer war Sylke Otto, der Rodel-Guru Georg Hackl als neuer TV-Experte, einen "richtig kapitalen Fahrfehler" im ersten Durchgang bescheinigte. "So nah liegen Glück und Pech zusammen. Ich ersten Lauf habe ich wohl auf das falsche Pferdchen gesetzt. Im zweiten Durchgang haben wir etwas am Material verändert, und schon ging es viel besser", sagte die geschlagene Topfavoritin, die im Vorjahr in der Bergregion am Fuße von Sestriere sowohl Olympiagold als auch den Weltcup gewonnen hatte.

Unzufrieden war auch die Olympiadritte Tatjana Hüfner, der im zweiten Lauf an Kurve neun ein Patzer unterlief. Dagegen rechtfertigte die in der Saisonvorbereitung starke Anke Wischnewski ihre Nominierung und führte sogar nach der Hälfte der Konkurrenz.

© SID

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