Rodeln WM: Deutsche Rodler gewinnen Team-WM

Rodeln WM
Deutsche Rodler gewinnen Team-WM

Die deutschen Rodler haben zum Auftakt der WM in Igls den Team-Wettbewerb für sich entschieden. Patric Leitner/Alexander Resch, Silke Kraushaar-Pielach und David Möller verwiesen Italien und Österreich auf die Plätze.

Zum Auftakt der WM in Igls (Österreich) haben die deutschen Rodler im Team-Wettbewerb mit dem Gewinn der Goldmedaille ihre Favoritenstellung in den Einzel-Konkurrenzen untermauert. Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden), Silke Kraushaar-Pielach (Oberhof) und David Möller (Schalkau) sorgten für den sechsten Sieg in Serie und das insgesamt zehnte Gold in der WM-Geschichte. Die deutschen Starter behaupteten sich in der Summe der Fahrzeiten mit 0,682 Sekunden Abstand klar vor Italien. Bronze sicherte Gastgeber Österreich mit 0,823 Sekunden Rückstand.

Alle drei deutschen Schlitten fuhren Bestzeit und lieferten eine gelungene Generalprobe für die Einzelrennen ab. Auf der Olympiabahn von 1976 gehen die Herren am Samstag (14.40 Uhr) sowie die Doppelsitzer und Damen am Sonntag (11.10 Uhr) an den Start.

Leitner: "Das erste Gold hier gibt Selbstvertrauen"

Patric Leitner, der wegen einer Verletzung im linken Schultereckgelenk mit Spritzen behandelt und nach der Saison operiert wird, war zufrieden: "Die Schulter hat am Start nicht behindert, das erste Gold hier gibt Selbstvertrauen - große Umbauarbeiten am Schlitten sind nicht mehr nötig."

Auch das Material von Nagano-Olympiasiegerin Kraushaar-Pielach "passte", die Oberhoferin sprach von einer gelungenen Generalprobe. Möller (Schalkau) räumte ein, als Schlussläufer trotz Vorsprunges mächtig aufgeregt gewesen zu sein.

"Es war meine erste Team-WM seit 2004 und auf dieser Bahn bin ich vor zwei Jahren im Weltcup gestürzt", meinte er: "Auch eine hundertprozentige Torchance kann man vergeben. Trotz Nervosität hat es aber geklappt." Beim letzten Championat 2005 waren noch Georg Hackl und Sylke Otto zum Titel gerast.

Team-WM könnte Staffel weichen

Für Josef Fendt, Präsident des Rodel-Weltverbandes Fil, war es die letzte Team-WM in dieser Form: "Es wird kaum noch Widerstände gegen die Staffel geben. Von Athleten bis Medien sind alle dafür." Nach einer erfolgreichen WM-Premiere im kommenden Jahr will Fendt erneut einen Vorstoß beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Aufnahme des Mannschaftswettbewerbes in das Programm von Winterspielen unternehmen.

Zum Auftakt erfüllte auch Gastgeber Österreich mit Bronze sein Ziel. Auf der Olympiabahn von 1976 gehen die Herren am Samstag (14.40 Uhr) sowie die Doppelsitzer und Damen am Sonntag (ab 11.10 Uhr) an den Start. Möller untermauerte seine Ambitionen, dem zweimaligen Olympiasieger Armin Zöggeler die Titelverteidigung zu verderben. "Er bleibt aber der Favorit, er hält immer noch etwas zurück", meinte Möller. Nur zwei Tausendstelsekunden war er beim ersten Kräftemessen schneller.

Rodel-Bundestrainer Thomas Schwab war besonders wegen des starken Auftrittes seines Parade-Doppels Leitner/Resch (Königssee/Berchtesgaden) erleichtert. "Da sind unsere Befürchtungen aus dem Training entkräftet worden", gab der Coach zu. Er plädierte zudem noch einmal für die Einführung der spannenderen Staffel-Variante, auch wenn der momentane Modus natürlich für die Trainer weitaus aufschlussreicher sei: "Jetzt können wir mit hoher Motivation in die Einzelrennen gehen."

© SID

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