Rodeln WM
Rodler Möller holt WM-Gold

Rodler David Möller hat in Innsbruck-Igls den WM-Titel gewonnen. Der 25-Jährige, der bereits 2004 WM-Gold holte, triumphierte nach zwei Läufen vor Olympiasieger Armin Zöggeler. Bronze sicherte sich Jan Eichhorn.

David Möller hat sich zum zweiten Mal in seiner Rodel-Karriere die WM-Krone aufgesetzt. Mit einem winzigen Vorsprung von sieben Tausendstelsekunden auf Olympiasieger und Titelverteidiger Armin Zöggeler aus Italien gelang dem 25-jährigen Thüringer in Igls der zweite Erfolg nach 2004. "Jetzt ist er ein richtiger Champion", sagte ein zufriedener Cheftrainer Thomas Schwab. Jan Eichhorn (Oberhof) stieg als Dritter auf das Podest.

"Es wird richtig gefeiert"

"Jetzt gehe ich zum Automaten, hole soviel Geld wie möglich ab - und dann wird richtig gefeiert", sagte Möller: "Ich bin einfach glücklich." Für den immer wieder als "Hackl-Nachfolger" bezeichneten Athleten war es die dritte Einzelmedaille bei einer WM in Serie. 2005 hatte er Bronze geholt, bei den Winterspielen von Turin wurde er dann nur Fünfter gewesen.

Im ersten Durchgang war Möller (Schalkau) bei fast frühlingshaftem Wetter vor 5 000 Zuschauern 0,029 Sekunden schneller als der fünfmalige Weltmeister Zöggeler. Es war eine fast perfekt Fahrt, der Polizeimeister hielt zufrieden den Daumen nach oben. Im Finallauf schrumpfte der Vorsprung aber. "Es war das schwerste Rennen meiner Karriere, es ist nicht leicht, wenn man als Mitfavorit und einem knappen Vorsprung da oben steht", sagte er.

Fieberhafte Schlitten-Bastelei

Das deutsche Team mit Möller hatte zum Auftakt am Freitag zum sechsten Mal hintereinander Gold gewonnen. Silke Kraushaar-Pielach (Oberhof) ist im Damen-Rennen am Sonntag die große Favoritin, auch Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden) haben gute Chancen auf ihren vierten WM-Titel. Die Doppelsitzer aus Bayern bastelten in den letzten Tagen und Nächten fieberhaft an ihrem Schlitten, ursprünglich hatten sie sich auf kälteres Wetter eingestellt - am Patscherkofel bei Innsbruck war es allerdings ziemlich warm.

Der 25-jährige Eichhorn schaffte auf der Olympiabahn von 1976 erstmals den Sprung auf das Podest. Der Olympiasechste, der vor zwei Jahren als Vierter noch knapp die Bronzemedaille verpasst hatte, fuhr Bestzeit im zweiten Durchgang und war über drei Zehntelsekunden schneller als der viertplatzierte Albert Demtschenko (Russland). Der Schlitten von Eichhorn ist maßgeblich mit Teilen aus der Werkstatt von Georg Hackl gebaut.

Junioren-Weltmeister Felix Loch (Berchtesgaden) wurde Neunter. "Das ist einfach super, gleich unter die Top Ten - das hätte ich nicht gedacht", meinte der 17-Jährige. Johannes Ludwig (Oberhof) landete auf Rang Elf.

© SID

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