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Rogge erwartet im Rennen um Olympia ein Fotofinish

Kurz vor Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2012 ist die Wahl offen wie selten zuvor. IOC-Präsident Jacques Rogge rechnet gar mit einer Entscheidung "mit vielleicht zehn Stimmen Unterschied".

"Ein extrem knappes Rennen" hat IOC-Präsident Jacques Rogge beim Kampf um die Olympischen Sommerspiele 2012 vorausgesagt. Das Internationale Olympische Komitee sei "in der sehr glücklichen Lage, unter fünf Städten wählen zu können, die alle die uneingeschränkte Voraussetzung mitbringen, hervorragende Spiele auszurichten", sagte der Belgier bei seiner Ankunft am Freitag in Singapur: "Dies ist eine Situation, wie es sie noch nie gegeben hat."

Vierter Wahlgang soll die Entscheidung bringen

Die Entscheidung fällt am 6. Juli auf der IOC-Session. Bewerber sind London, Madrid, Moskau, New York und Paris. Er glaube, dass die Entscheidung erst im vierten Wahlgang "mit vielleicht zehn Stimmen Unterschied" falle, sagte Rogge. Dies liefe auf ein Ergebnis von etwa 60:50 unter rund 110 Wahlberechtigten in der letzten Runde hinaus.

Von den 115 Mitgliedern sind jene aus Bewerberländern nicht stimmberechtigt, deren Kandidat noch im Rennen ist. Am ersten Wahlgang dürfen deshalb maximal 100 Mitglieder teilnehmen. So lange keine Stadt die absolute Mehrheit erreicht, scheidet die mit der geringsten Stimmenzahl aus. Während Moskau und New York wenig Chancen eingeräumt werden, wird allgemein ein Dreikampf zwischen Paris, London und Madrid erwartet.

Prominenz aus der ganzen Welt zu Gast

Singapur erwartet zur IOC-Session rund 5 000 Gäste, darunter 1 200 Berichterstatter aus aller Welt und je 300 offizielle Mitglieder der fünf Bewerberkomitees. Am Vorabend der Wahl wird IOC-Präsident Rogge die höchsten Vertreter von Staat und Politik empfangen: Königin Sofia von Spanien, Frankreichs Präsident Jacques Chirac sowie die Premierminister Tony Blair aus Großbritannien und Michael Fradkow aus Russland. Allein New York ist nur durch Bürgermeister Michael Bloomberg vertreten, dafür schickt die US-Metropole in Muhammad Ali den "Größten" aller Werbetrommler in den Ring.

© SID

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