sonstige Sportarten
Rogge macht neuen Sportarten Hoffnung

Neue Sportarten wie Squash und Karate sollen künftig die gleichen Chancen zur Aufnahme in die olympische Familie erhalten wie etablierte. IOC-Präsident Jacques Rogge kritisierte damit das aktuelle Vorgehen.

IOC-Präsident Jacques Rogge will die olympische Hürde für neue Sportarten senken. Das erklärte der Belgier zum Abschluss der 117. Session in Singapur, die am Samstag zu Ende ging. Fünf Verbände auf der Warteliste hatten es nicht geschafft, für Baseball und Softball ins Programm für London 2012 nachzurücken.

Rogge: "Chancen sollten für alle gleich sein"

Es sei für alte Sportarten leichter, ihren Platz zu behalten, als für neue, Zugang zu den Spielen zu bekommen, gab Rogge zu: "Das ist aus meiner persönlichen Sicht nicht fair, die Chancen sollten für beide Gruppen gleich sein."

Während Neulinge eine Zweidrittelmehrheit benötigen, reichen für die alten Verbände 51 Prozent, um den Platz zu behalten oder wieder neu zu bekommen. "Wir sollten die zwei Drittel abschaffen", meinte der IOC-Chef. Dies bedarf allerdings der Zustimmung der Session mit eben dieser Mehrheit, weil die Charta geändert werden müsste.

Auch Squash und Karate waren ohne Chance

In Singapur wäre aber auch eine 50-Prozent-Hürde für alle Kandidaten zu hoch gewesen. Die Finalisten Squash (39:63) und Karate (38:63) wurden klar abgewiesen, zuvor waren Golf, Inline-Skating und Rugby ausgeschieden.

"Die Session war nicht davon überzeugt, dass durch sie der Wert der Spiele erhöht würde. Sie hat die klare Botschaft "Qualität geht vor Quantität" ausgesandt", sagte Rogge. Alle fünf Verbände hätten aber wie Baseball und Softball 2009 erneut die Chance, sich für 2016 zu bewerben, "wenn sie die Zeit nutzen".

© SID

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