Rollende Apotheke Radsport
Neun von zehn Profis waren gedopt

Die holländische Antidopingagentur liefert ein erschreckendes Bild über das Ausmaß von Epo-Doping in der jüngeren Vergangenheit. Auch aktuell gibt es unerklärliche Leistungssteigerungen von Radprofis.
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DüsseldorfWer fragt, dem werden Antworten gegeben. Die niederländische Antidopingagentur ADA forderte bis zum Stichtag 1. April 2013 alle einheimischen Radprofis, Rennstallmanager und sonstige Angestellte auf, Aussagen über ihren eigenen Dopinggebrauch in der Vergangenheit zu tätigen. Ihnen wurde vor dieser Wahrheitskommission Anonymität und Straferlass zugesichert. Die so gewonnenen Erkenntnisse stellte die ADA am Montag vor.

„Es bestätigt sich der Verdacht, dass der Großteil der Radprofis und auch der holländische Teil davon in der Hochphase des Epo-Missbrauchs dopte. Es ist schwer, Prozentzahlen abzugeben, aber in unseren Augen liegt die Wahrheit in einem Bereich von 80, 90, vielleicht sogar 95 Prozent“, hieß es in der Presseerklärung. Die sogenannte Hochphase ist der Zeitraum von späten 90er Jahren bis zu den ersten Jahres des neuen Jahrtausends.

Der Bericht konstatierte eine Art ungeschriebene Berufspflicht zum Doping. In den Augen der Fahrer sei Doping „entscheidend für den Erfolg ihrer Radsportkarriere gewesen und notwendig, um den Mindesterwartungen des Teammanagements zu entsprechen.“ Marcel Wintels, Präsident des holländischen Radsportverbands, wertete den Bericht als „ehrlichen, realistischen, aber auch schmerzhaften Einblick, wie weit verbreitet Doping im Radsport war.“

Die Zahlen bestätigen damit die eher düsteren Ahnungen mancher Beobachter des Profiradsports. So werden etwa die massiven Mobbingaktivitäten eines Großteils des Pelotons gegen Fahrer, die Doping offen ablehnten oder sich nach ihrer Überführung zu Geständnissen durchgerungen hatten, erklärlich.

Nachdenklich machen sollten die Zahlen die Dopingjäger. Positive Dopingkontrollen lagen in dieser Zeit im Promille-Bereich. Und selbst aus den Langzeitstatistiken der Analytik ließ sich bisher nur ein Dopingmissbrauch von ca. zehn Prozent aller Profis herauslesen. Seit etwa Ende der 1980er Jahre wird Erythropoetin (Epo) Dopingmittel zum Zweck der Leistungssteigerung missbraucht. Vor allem Ausdauersportler profitieren von der Wirkung.

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Erstaunliche Bergfahrer

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  • es ist billig, die schuld aufs publikum zu schieben. es interessiert doch niemanden, ob die herren mit 25-30km/h oder mit 20-25 km/h den berg hochfahren

  • Unter den ersten 10 waren mindestens 10 die gedopt haben. Betrachtet man die damaligen Etappen von der Länge und den Steigungen her musste es klar sein. Mit Nudeln und Haferflocken geht das garantiert nicht. Aber es war das was die Veranstalter gefordert haben und das Publikum sehen wollte.

    In diesem Rahmen schien der Prozess gegen Armstrong doch etwas willkürlich. Amüsanter war da schon, wie das ZDF die teuer erworbenen Rechte jahrelang dazu nutzte den Zuschauern die Tour als Dopingveranstaltung madig zu machen. Auch die Auswahl der bösen Buben durch die öffentlich-rechtlichen war interessant (vor allem Klöden, der keine Dopininterviews mehr geben wollte). Get(d)opt wurde diese scheinheilige Veranstltung durch den Co-Kommentator Rudi Altig ("Die rollende Apotheke"), der zumindest wusste wovon gesprochen wurde.

  • Neun von zehn Profis waren gedopt
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    Ist dieser eine,nun besonders dumm,oder wird er getrieben
    von dem Gedanken des sauberen Wettkampfs.
    Neun von zehn-ein Auswuchs von Verkommenheit für den unsauberen Erfolg und dem schnellen Geld - und
    vlt.den sauberen einen,noch als Nestbeschmutzer unter
    Druck setzen.


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