Rostock darf weiter hoffen
FC Bayern und Schalke im Gleichschritt

Schalke 04 muss weiter auf einen Ausrutscher des FC Bayern warten. Verfolger VfB Stuttgart hielt den amtierenden Meister aus Bremen auf Distanz.

HB BERLIN. Die Ausgangsposition an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga hat sich auch am 27. Spieltag nicht verändert. Spitzenreiter Bayern München gewann 3:0 in Wolfsburg, Verfolger Schalke 04 legte beim 4:1 gegen Nürnberg nach. Beide Teams haben jeweils 56 Zähler auf dem Konto, die Münchner weisen jedoch das deutlich bessere Torverhältnis auf.

Mit fünf Zählern Rückstand folgt der VfB Stuttgart. Die Schwaben festigten die dritte Position durch den 2:1-Erfolg beim Tabellenvierten Werder Bremen (47). Mit einem Sieg bei Borussia Dortmund könnte Hertha BSC (44) am Sonntag zum amtierenden Meister aufschließen. Auf 44 Punkte bringt es auch der Hamburger SV nach dem 1:1 gegen Schlusslicht Freiburg.

In Sachen Abstiegskampf bleibt dem VfL Bochum (22 Zähler) ein kleines Fünkchen Hoffnung. Der Rückstand des diesjährigen Uefa-Cup-Starters auf Rang 15 beträgt schon sechs Zähler. Das könnte sich bei einem Sieg im zweiten Sonntagsspiel in Mönchengladbach aber deutlich ändern. Wie die Gladbacher hat auch Nürnberg 28 Zähler auf dem Konto. Vorgelegt hat derweil Hansa Rostock (nun 23 Punkte) durch den 2:0-Erfolg gegen Mainz 05.

VfL Wolfsburg - Bayern München 0:3 (0:2)

Die Schalker Führung hat den Bayern-Spielern Beine gemacht. Keine fünf Minuten später lagen die Münchner in Wolfsburg in Führung. Bastian Schweinsteiger hatte den Ball volley in die lange Ecke gezogen (29.). Beim 2:0 konnten sich die Bayern bei Kevin Hofland bedanken, der den Ball über die eigene Torlinie beförderte. Zuvor hatte VfL-Schlussmann Simon Jentzsch einen Schuss von Roy Makaay abgewehrt. Der Ball sprang anschließend Hofland an den Fuß, von wo er ins Tor abprallte. Damit war die Partie entschieden. Der VfL gab sich ab diesem Zeitpunkt auf. Torsten Frings sorgte schließlich für den 3:0-Endstand (55.).

1.FC Kaiserslautern - Hannover 96 0:2 (0:0)

23 Punkte hat Kaiserslautern in den vorangegangenen neun Heimspielen erzielt. Gegen Hannover gingen die Pfälzer aber leer aus. Der 96er Jiri Kaufmann (74.) drückte den Ball nach einer Hereingabe zur Führung über die Linie. Der Tscheche sorgte in der Schlussminute auch für das 2:0.

FC Schalke 04 - 1. FC Nürnberg 4:1 (3:0)

Nur 25 Minuten lang konnte der 1. FC Nürnberg gegen Schalke 04 mithalten. Dann brachen die Franken ein. Mike Hanke brachte mit einem sehenswerten Kopfball (24.) die Schalker in Führung. Der Stürmer legte nach 36 Minuten mit dem 2:0 nach. Noch vor der Pause sorgte der Brasilianer Ailton (40.) für den dritten Treffer. Nach der Pause schalteten die Gastgeber einen Gang zurück. Doch für die Nürnberger sprang nur noch der Ehrentreffer durch Samuel Slovak (55.) heraus. Lincoln stellte dann den alten Abstand wieder her (75.).

SC Freiburg - Hamburger SV 1:1 (1:1)

Das Tabellenschlusslicht hat ein Lebenszeichen von sich gegeben. Dennis Kruppke brachte die Freiburger gegen den HSV nach 19 Minuten in Führung. Doch noch vor dem Seitenwechsel kamen die Hamburger durch Almani Moreira (41.) zum Ausgleich. Für beide Teams war das Remis aber letztlich zu wenig. Die Hamburger beendeten die Partie nach der Roten Karte gegen Sergej Barbarez (77.) zudem in Unterzahl.

Hansa Rostock - Mainz 05 2:0 (1:0)

Hansa Rostock hat sich noch lange nicht aufgegeben. Thomas Rasmussen brachte den Vorletzten vier Minuten vor dem Seitenwechsel gegen Mainz in Führung. Michael Hartmann (56.) machte den neuerlichen Heimerfolg perfekt.

Arminia Bielefeld - Bayer Leverkusen 1:0 (0:0)

Im Kampf ums internationale Geschäft hat Bayer Leverkusen einen erneuten Rückschlag erlitten. Radomir Djalovic sicherte den Bielefeldern mit seinem Treffer (66.) den knappen Heimsieg gegen die Werkself.

Werder Bremen - VfB Stuttgart 1:2 (0:0)

Der VfB Stuttgart hat einen direkten Konkurrenten um den dritten Tabellenplatz, der zur Qualifikation für die Champions League berechtigt, auf Distanz gehalten. Silvio Meißner (46.) hatte die Schwaben in Bremen in Führung gebracht. Doch der amtierende Meister hielt dagegen und kam durch Ivan Klasnic (52.) rasch zum Ausgleich. Der Frust saß dennoch tief: Valerien Ismael musste nach seiner zweiten Gelben Karte den Platz vorzeitig verlassen (85.). Das rächte sich: Christian Tiffert gelang umgehend (87.) der Siegtreffer für den VfB.

Borussia Mönchengladbach - VfL Bochum

Im Borussen-Park steigt am Sonntag eine Auseinandersetzung, die man gemeinhin mit dem Wort «Schicksalsspiel» betitelt. Wenn der Tabellen-16. aus VfL Bochum bei der einen Rang darüber platzierten Borussia verlieren sollte, käme das dem Abstieg fast gleich. «Dann wäre es Utopie, noch an den Klassenerhalt zu glauben», sagt VfL-Trainer Peter Neururer. Und Abwehrspieler Marcel Maltritz sagt: «Wir sind zum Sigen verdammt.» Das will man erneut mit fünf Offensivleuten probieren - so wie es zuletzt beim 5:1 über Wolfsburg funktioniert hat. Unsicher ist noch der Einsatz von Dariusz Wosz, der wegen einer Grippe über die Woche nicht mittrainieren konnte.

Bei Gladbach wartet alles auf die Genesung der dauerverletzten Stürmer Wesley Sonck und Giovane Elber. Elbers erster Einsatz im Borussen-Trikot war eigentlich für das Spiel gegen Bochum geplant, doch der Ex-Bayern-Star ist nach seinem Schienbeinbruch immer noch nicht fit. So stürmen am Sonntag wieder Sverkos und Neuville, unterstützt vom jungen Marcel Jansen. Obwohl noch in Abstiegsgefahr, plant man rund um den Bökelberg bereits für die kommende Spielzeit. Vier Neue will Trainer Dick Advocaat noch holen.

Borussia Dortmund - Hertha BSC (beide Sonntag, 17.30 Uhr)

Borussia Dortmund will die gute Rückrundenbilanz auch gegen Hertha aufrecht erhalten. Mithelfen dabei wird wahrscheinlich wieder Stürmer Jan Koller, der seit Wochenbeginn wieder am Training teilnimmt. Nationalverteidiger Chrisztoph Metzelder dürfte wieder auf seine Lieblingsposition in der Abwehrmitte rücken, zuletzt musste er zumeist auf der ungeliebten rechten Außenbahn spielen. Torhüter Roman Weidenfeller soll der Abwehr die nötige Sicherheit geben. Er wurde vom «Kicker» zum besten Bundesligaspieler des Monats März gewählt.

Mit Hertha kommt allerdings die beste Auswärtself der Liga ins Westfalenstadion, gewillt, eine Uralt-Serie auszulöschen. Denn seit 1972 konnten die Berliner in Dortmund nicht mehr gewinnen. Den letzten Sieg schossen beim 2:1 am 18. März 1972 die Hertha-Legenden Erwin Hermandung und Erich Beer heraus. Deren Nachfolger sind dringend auf Punkte angewiesen, um die direkten Verfolger im Kampf um einen Uefa-Cup-Platz, Bayer Leverkusen und den Hamburger SV, hinter sich zu lassen. Die Grippewelle hat allerdings auch in Berlin zugeschlagen: Zuletzt erwischte es Andreas Neuendorf - er will bis Sonntag aber wieder einsatzbereit sein.

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