Rostock verpasst ersten Heimerfolg: Bayern München baut Vorsprung aus

Rostock verpasst ersten Heimerfolg
Bayern München baut Vorsprung aus

Der FC Bayern München hat sich am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga von seinen Verfolgern abgesetzt. Hansa Rostock war nur eine Minute vom ersten Sieg im elften Heimspiel entfernt.

HB BERLIN. Der FC Bayern München hat auch am dritten Spieltag der Rückrunde der Fußball-Bundesliga von den Ausrutschern der Verfolger profitiert. Während der VfB Stuttgart gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht über ein 1:1 und Schalke 04 nicht über ein 2:2 beim Tabellenletzten Hansa Rostock hinauskamen, baute der Rekordmeister durch einen 2:0-Erfolg über Bayer Leverkusen am 20. Spieltag seinen Vorsprung auf drei Punkte aus.Auf den vierten Platz schob sich Hertha BSC nach dem 3:0 bei Aufsteiger FSV Mainz 05 vor. Dagegen kam der VfL Bochum nicht über ein 1:1 gegen Arminia Bielefeld hinaus. Trainer Peter Neururer muss nun um seinen Job bangen. Einen Rückschlag musste Hannover 96 hinnehmen. Gegen den kriselnden BVB unterlag die Mannschaft von Ewald Lienen mit 1:3.

Am Sonntag spielen noch Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg. Der VfL Wolfsburg empfängt Titelverteidiger Werder Bremen.

Hannover 96 - Borussia Dortmund 1:3 (0:2)

Hannover musste einen schnellen Rückstand hinnehmen. Nach einer Flanke von Florian Kringe ließ Jan Koller dem Hannoveraner Schlussmann Robert Enke keine Chance (6.). Zwar zogen sich die Gäste anschließend etwas zurück, doch 96 konnte sich keine Chancen erarbeiten. So kam der finanzschwache BVB noch vor der Pause zum zweiten Treffer durch Lars Ricken (31.). Der Edeljoker sorgte nach der Halbzeitpause nach einer Vorlage von Koller auch für die Entscheidung. Nach 56 Minuten überwand der Offensivakteur Enke zum dritten Mal. Die Gastgeber kamen durch einen verwandelten Foulelfmeter von Nebosja Krupnikovic nur noch zum Ehrentreffer (72.).

VfL Bochum - Arminia Bielefeld 1:1 (1:1)

Peter Neururer muss um seinen Job bangen. Im «Endspiel» kam sein VfL nicht über ein Remis hinaus. Zwar hatte Peter Madsen die Gastgeber mit einem Foulelfmeter nach 19 Minuten in Führung gebracht, doch der Ex-Bochumer Delron Buckley konnte bereits zehn Minuten später den Endstand besorgen.

FSV Mainz 05 - Hertha BSC 0:3 (0:1)

Mainz hatte gleich nach zwei Minuten die erste Chance durch Benjamin Auer. Doch Hertha-Schlussmann Christian Fiedler verhinderte mit einer Glanzparade einen frühen Rückstand. Dagegen war Dimo Wache auf der Gegenseite bei dem Kopfball von Yildiray Bastürk nach 26 Minuten machtlos. Nach dem Seitenwechsel machten die Berliner innerhalb von sieben Minuten den sechsten Auswärtssieg perfekt. Der für den gesperrten Marcelinho von Beginn an spielende Andreas Neuendorf (69.) und erneut Bastürk (76.) sorgten für den Endstand und besiegelten damit die sechste Niederlage in Folge für die Mainzer.

1. FC Nürnberg - Hamburger SV 1:3 (0:1)

Die Gastgeber mussten bereits nach 21 Minuten ihren Kapitän Markus Schroth ersetzen. Durch den Abgang des verletzten Stürmers verlor die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf auch ihre zuvor spielerische Überlegenheit. Die Hamburger wurden immer stärker und kamen nach 31 Minuten durch Naohiro Takahara zur Führung. Der Japaner sorgte nach dem Seitenwechsel mit seinem zweiten Treffer für eine frühe Vorentscheidung (53.). Acht Minuten vor dem Ende schaffte der eingewechselte Robert Vittek nur noch den Anschlusstreffer, als HSV-Kapitän Daniel van Buyten an der Seitenlinie behandelt wurde. Der eingewechselte Benjamin Lauth machte in der Schlussminute dann alles klar.

Hansa Rostock - Schalke 04 2:2 (0:1)

Schalke agierte zunächst etwas zurückhaltend. Dafür kam der Tabellenletzte mit dem finnischen Neuzugang Jari Litmanen mehrmals vor das Tor der Schalker. Doch während Rostock am guten Keeper Frank Rost scheiterte, verwandelte Ebbe Sand nach 25 Minuten die erste Gäste-Chance gleich zum 1:0. Mit der Führung im Rücken kam Schalke immer besser auf und war nun das dominierende Team. Doch nun zeigte sich Rostock effizienter. Der zur Pause eingewechselte Rade Prica ließ Rost mit einer herrlichen Direktabnahme keine Chance (66.). Und Rostock drückte weiter. Sieben Minuten nach dem Ausgleich brachte der ebenfalls eingewechselte Magnus Arvidsson die Gastgeber in Front. Fünf Minuten vor dem Ende musste dann Markus Allbäck nach einer Tätlichkeit vom Platz. Ailton nutzte in der Nachspielzeit die numerischere Überlegenheit zum Remis.

VfB Stuttgart - 1. FC Kaiserslautern 1:1 (1:0)

Einen Tag nach der Vertragsverlängerung mit Torhüter Timo Hildebrand spielte der VfB wie befreit auf. Im Gegensatz zur 2:4-Heimniederlage in der Vorwoche gegen den 1. FC Nürnberg drückten die Gastgeber von Anfang an. Nach einigen Möglichkeiten des Brasilianers Cacau, zeigte sich Kevin Kuranyi treffsicher. Nach einem Doppelpass mit Boris Zivkovic traf der Nationalstürmer nach 15 Minuten zum 1:0. Nach dem Platzverweis des Lauterers Lucien Mettomo (57.) wegen groben Foulspiels schien der VfB damit endgültig auf der Siegerstraße, doch nur vier Minuten später ließ Marco Engelhardt mit einem direkt verwandelten Freistoß Nationalkeeper Hildebrand keine Chance.

Bayern München - Bayer Leverkusen 2:0 (1:0)

Im Spitzenspiel agierten zunächst beide Mannschaften abwartend. Im Laufe der Partie erspielten sich dann die Gäste die besseren Möglichkeiten, ohne zu treffen. Effizienter agierte Roy Makaay. Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Michael Weiner verwandelte der Niederländer den Elfmeter in der zweiten Minute der Nachspielzeit eiskalt. Zuvor sollte Jens Nowotny Paulo Guerrero gefoult haben. Nach dem Seitenwechsel konnte der frühere Nationalverteidiger den Peruaner ebenfalls nicht stoppen. Nach einer wunderbaren Vorlage des Brasilianers Ze Roberto ließ Guerrero erneut Nowotny und auch Hans-Jörg Butt keine Chance (68.).

VfL Wolfsburg - Werder Bremen

Die Probleme beim VfL Wolfsburg reißen nicht ab. Zu den personellen Problemen kommen noch interne Unstimmigkeiten. Dennoch macht Manager Thomas Strunz auf Optimismus. «Die Mannschaft weiß, worum es geht. Jeder einzelne muss sich jedoch bewusst sein, was er kann. Wir werden alles dafür tun, unsere Ziele zu erreichen.» Allerdings müssen die Niedersachsen auf Andres D'Alessandro und Thomas Rytter verzichten. Nach Angaben von Trainer Erik Gerets sind die Blessuren des argentinischen Spielmachers und des dänischen Außenverteidigers noch nicht auskuriert. Fehlen werden zudem die angeschlagenen Diego Klimowicz und Marino Biliskov sowie der gesperrte Kevin Hofland. Der Meister aus Bremen will derweil den Kontakt zu den internationalen Plätzen nicht noch weiter abreißen lassen. «Es geht für uns in erster Linie darum, weiter oben dabei zu sein. Daher war der Sieg in Rostock sehr wichtig für uns», so Werder-Trainer Thomas Schaaf. In Wolfsburg soll nun nachgelegt werden

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Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg (beide Begegnungen am Sonntag, 17.30 Uhr)

Auch wenn Giovane Elber nach seinem Beinbruch noch pausieren muss: Die Neuzugänge haben Borussia Mönchengladbach einen merklichen Schub gegeben. Allerdings läuft noch nicht alles im Spiel so zusammen wie gewünscht: «Mit der Zeit werden wir noch besser», verspricht Stürmer Oliver Neuville. Doch es drängt, schließlich würde die Borussia bei einer Niederlage wieder tief im Abstiegsstrudel stecken. Das würde auch gerne Volker Finke von seiner Mannschaft sagen. Immerhin hat sich die winterliche Einkaufstour auch im Breisgau bislang bezahlt bemacht. Vor allem in der Abwehr. Schließlich haben die Freiburger in der Rückrunde noch keinen Gegentreffer kassiert. Und gewinnt der SC in Gladbach, würde der Rückstand auf Rang 15 auf drei Zähler schrumpfen.

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