sonstige Sportarten
Ruder-Nationalteam geht auf Distanz zu Euler

Die Athleten der deutschen Ruder-Nationalmannschaft haben die Kritik von Ingo Euler an der Verteilung der Sporthilfe-Gelder einstimmig bedauert. Euler habe ohne Rücksprache gehandelt, erklärten die Aktivenvertreter.

Das deutsche Ruder-Nationalteam hat auf die Kritik des früheren Leichtgewicht-Ruderers Ingo Euler (Mainz) an der Aufteilung der Sporthilfe-Förderung reagiert. Die Aktivenvertretung "bedauert" in einer Pressemitteilung besonders "die von Euler öffentlich geäußerte Kritik an den Abrechnungsmethoden" des Deutschen Ruderverbandes (DRV).

"Etatlöcher durch Sporthilfegelder gestopft"

Der dreimalige Weltcupsieger Euler, der seine Laufbahn nach der WM in Gifu Anfang September beendete, hatte in einem Zeitungsinterview behauptet, Löcher in den Etats der vier hauptamtlichen Bundestrainer würden durch Sporthilfegelder gestopft. Der DRV fürchtete wegen dieser und anderer negativer Athleten-Äußerungen eine Schwächung seiner Position bei künftigen Verhandlungen über die Vergabe von Fördermitteln.

"Einstimmig bedauert die Aktivenvertretung die Art, wie Euler ohne Rücksprache mit anderen Ruderern der Nationalmannschaft seine Kritik publik gemacht hat, und hofft, dass die Stiftung Deutsche Sporthilfe die dringend benötigte Förderung auch für die nächsten Jahre in der gleichen Form weiter zur Verfügung stellt", schreibt die Aktivenvertretung nun.

Mittelverwendung für 2004 kontrolliert worden

Die Mittelverwendung für 2004 sei durch Aktivensprecher Sebastian Schulte (Wiesbaden) und einem gewählten Vertreter der Vereine kontrolliert worden. Nach Ansicht der viermaligen Olympiasiegerin Kathrin Boron, (Potsdam) ist das Verfahren, das der DRV und die Sporthilfe zur Auszahlung der Mittel einsetze "in der Version des Jahres 2005 perfekt".

Zugleich zeigten sich Boron und Ex-Weltmeister Andre Willms (Magdeburg), die die Pressemitteilung als Kadersprecher des Skullbereichs neben Schulte unterschrieben haben, empört über die Art und Weise, "wie in der Presse eigene Äußerungen aus dem Zusammenhang gerissen worden sind und letztlich von einer schlichtweg nicht existierenden Allianz mit Euler gesprochen worden ist". Beide hatten sich ebenfalls kritisch geäußert.

© SID

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