Rudern EM: Deutschland-Achter hat EM-Gold im Visier

Rudern EM
Deutschland-Achter hat EM-Gold im Visier

Der Deutschland-Achter probt bei seiner Rückkehr auf die EM-Bühne nach 37 Jahren im portugiesischen Montemor-o-Velho den Ernstfall für die Ruder-WM in Neuseeland.

Titel statt Training, Sonne statt Schmuddelwetter: Der Deutschland-Achter kehrt nach 37 Jahren auf die EM-Bühne zurück und will im portugiesischen Montemor-o-Velho mit dem Titelgewinn eine gelungene Generalprobe für die WM in Neuseeland feiern. "Unser Hauptziel in dieser Saison ist die WM in Neuseeland, die in diesem Jahr sehr spät stattfindet. Deshalb brauchen wir einen Wettkampf, den wir aber aus dem Training heraus angehen", sagte Ralf Holtmeyer.

Der Achter-Trainer dämpft damit zwar ein wenig die Erwartungen, dennoch gilt das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bei seiner ersten EM-Teilnahme seit 1973 als Favorit. Seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking ist der Achter über 2000m ungeschlagen, lediglich beim Kanal-Cup in Rendsburg Ende August musste das deutsche Großboot nach 12,7 Kilometern den starken Briten den Vortritt lassen.

Das britische Team verzichtet allerdings in seiner Vorbereitung auf die WM (31. Oktober bis 7. November) auf einen EM-Start. Daher dürften der WM-Dritte Niederlande und Polen die größten Rivalen des Deutschland-Achters bei der Goldjagd werden. Am Freitagmittag steht zunächst der Vorlauf auf dem Programm, das Finale findet am Sonntag statt.

Für eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der WM arbeiteten Holtmeyers Modellathleten zuletzt hart auf dem heimischen Dortmund-Ems-Kanal und im Kraftraum. Auf das traditionelle Trainingslager in Breisach wurde in diesem Jahr verzichtet, da einige Athleten der Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) noch wichtigen Verpflichtungen an der Universität nachkommen mussten. "In diesem Jahr haben wir allen Athleten ans Herz gelegt, den Fokus auf ihr Studium zu legen. Nach Neuseeland beginnt dann aber die intensive Vorbereitung auf London 2012", sagt Hartmut Buschbacher.

Der DRV-Cheftrainer erwartet aber auch in den anderen Bootsklassen unter Portugals Sonne gute Resultate. Für einige Athleten geht es in Montemor-o-Velho auch noch um die WM-Tickets. "Es wurde viel gemeinsam gearbeitet, und daher bin ich für die EM zuversichtlich. Es werden sicherlich schwere Rennen als Aufbauwettkampf für die WM. Aber ich erwarte, dass wir daraus Motivation und Erfolgserlebnisse mitnehmen", sagt Buschbacher.

© SID

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