Rudern EM: Deutschland-Achter holt EM-Gold

Rudern EM
Deutschland-Achter holt EM-Gold

Bei der ersten EM-Teilnahme seit 37 Jahren hat der Deutschland-Achter in Montemor-o-Velho Gold geholt. Das Flagschiff des DRV setzte sich gegen Polen und die Ukraine durch.

Der Deutschland-Achter hat seine Rückkehr auf die EM-Bühne nach 37 Jahren mit dem Gewinn der Goldmedaille gekrönt. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) verwies bei den Titelkämpfen im portugiesischen Montemor-o-Velho mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg Polen und die Ukraine auf die Plätze zwei und drei und feierte damit eine gelungene Generalprobe für die Weltmeisterschaften in Neuseeland.

Der Achter veredelte mit dem Sieg die starke DRV-Bilanz mit insgesamt fünf Gold, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen in den 14 olympischen Klassen. Der DRV war unter der portugiesischen Sonne bei Temperaturen von 30 Grad Celsius die mit Abstand stärkste Nation. "Insgesamt sind wir natürlich zufrieden. Wir haben viel Selbstvertrauen gewonnen, auch wenn es noch ein paar Baustellen gibt", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher dem SID.

Besonders die starke Vorstellung des Achters sorgte im DRV-Lager für Optimismus im Hinblick auf die WM (31. Oktober bis 7. November). In 5:51,94 Minuten hielt die Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) die Konkurrenz aus Polen (5:54,22) und der Ukraine (5:57,82) bei starkem Gegenwind sicher auf Distanz. Damit ist das deutsche Großboot auf der olympischen 2000-m-Distanz seit den Sommerspielen 2008 in Peking unbesiegt.

Dabei bestritt der Achter die EM aus dem vollen Training heraus. "Nach der langen Pause seit dem Weltcup-Finale Mitte Juli in Luzern haben wir wieder Tritt gefasst", sagte Achter-Trainer Ralf Holtmeyer. Bei der WM in Neuseeland geht der Deutschland-Achter als Titelverteidiger an den Start und steht nach den Leistungen in dieser Saison in der Favoritenrolle. "Die verbleibenden Wochen müssen wir nutzen, um für die weiteren Gegner gewappnet zu sein", so Holtmeyer. So fehlte bei der EM in Portugal beispielsweise das komplette britische Team.

Neben dem Achter holten der Vierer ohne Steuermann, der Leichtgewichts-Vierer der Männer, Linus Lichtschlag/Lars Hartig (Berlin/Friedrichstadt) im leichten Doppelzweier sowie Annekatrin Thiele/Stephanie Schiller (Leipzig/Potsdam) im Doppelzweier Gold. Die endgültige WM-Nominierung erfolgt bis Mitte Oktober. "90 Prozent der Boote stehen aber fest", sagte Buschbacher mit Blick auf den Saisonhöhepunkt.

© SID

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