Rudern International
Deutsche Ruderer in Luzern auf Medaillen-Kurs

Mit sieben Booten ist der Deutsche Ruderverband (DRV) in den Endläufen des Weltcup-Finals in Luzern vertreten. Das zuletzt formschwache Flagschiff, der Deutschland-Achter, setzte sich im Halbfinale souverän durch.

Der Deutsche Ruderverband (DRV) ist in den Endläufen des Weltcup-Finales in Luzern gleich mit sieben Booten vertreten. Der zuletzt formschwache Deutschland-Achter setzte sich im Halbfinale auf dem Rotsee mit einem sicheren Start-Ziel-Sieg in 5:33,95 Minuten vor Russland (5:34,72) und dem WM-Vierten Australien (5:35,42) durch.

"Wir haben von Beginn an gezeigt, wer Weltmeister ist. Ich erwarte im Endlauf eine harte Auseinandersetzung mit Kanada", sagte ein zufriedener Bundestrainer Dieter Grahn, dessen Weltmeister-Crew beim Weltcup in Amsterdam im Juni mit Platz vier noch enttäuscht hatte.

Im Finale am Sonntag ist ein Platz auf dem Podest das Minimalziel für das Paradeboot um Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel). In den vergangenen beiden Jahren hatte der Achter auf dem windstillen "Göttersee" triumphiert.

Neben dem Männer-Achter erreichten auch zwei Boote im Doppelzweier der Frauen, der Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen, der Doppelvierer der Männer, der Doppelvierer der Frauen um die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam) sowie der Frauen-Achter als Weltcup-Führender die Endläufe.

Michael Müller war mit der Bilanz nicht ganz zufrieden. "Das Ergebnis in der Breite könnte besser sein. Aber wir haben in den Finals vier, fünf gute Chancen. Erfreulich ist der deutliche Aufwärtstrend im Frauenbereich", meinte der DRV-Sportdirektor, der in Amsterdam noch acht Finalteilnahmen seiner Athleten in den olympischen Klassen verzeichnete.

Rückschläge gab es bei der Generalprobe für die Weltmeisterschaften in München (26. August bis 2. September) besonders bei den Männern. Nachdem der Vierer ohne Steuermann als Vizeweltmeister bereits am Freitag im Hoffnungslauf gescheitert war, verpassten auch die WM-Fünften Jochen Urban/Andreas Penkner (Krefeld/Radolfzell) bei idealen äußeren Bedingungen mit dem vierten Platz im Halbfinale überraschend den Einzug in den Endlauf.

Auch die Einer-Finals gehen ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. Vizeweltmeister Marcel Hacker (Frankfurt/Main) verzichtete zugunsten eines intensiven Trainingslagers bis Anfang August im Schweizer St. Moritz auf einen Start in Luzern. Sein Vertreter Marco Geisler bot zwar eine ansprechende Leistung, doch scheiterte der Hamburger im Feld der kompletten Weltspitze im Halbfinale.

© SID

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