Rudern International
Deutscher Achter in Amsterdam doch noch im Finale

Der deutsche Achter der Männer hat es beim Ruder-Weltcup in Amsterdam durch den Sieg im Hoffnungslauf doch noch ins Finale geschafft. Der Frauen-Achter zog hingegen mühelos in den Endlauf ein.

Der Deutschland-Achter hat beim Weltcup in Amsterdam die ganz große Blamage abgewendet und sich doch noch für das Finale qualifiziert. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gewann nach einem enttäuschenden vierten Platz im Vorlauf den Hoffnungslauf knapp vor der Schweiz und den Niederlanden und sicherte sich über den Umweg den Einzug in den Endlauf.

"Das war ein Arbeitssieg. Der Achter muss sich noch gewaltig steigern", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller über das ersatzgeschwächte Weltmeister-Boot. Bundestrainer Dieter Grahn ersetzt auf der Bosbaan den verletzten Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel) durch Thorsten Engelmann (Berlin).

Insgesamt ist der DRV beim vorletzten Weltcup vor der Heim-WM in München (26. August bis 2. September) mit neun Booten in den Finals der 14 olympischen Klassen am Sonntag vertreten. "Das ist eine erfreuliche Bilanz. In einigen Klassen sind wir näher an die Spitze gerückt", meinte Müller, der zudem darauf hinwies, dass vier Klassen erst gar nicht besetzt wurden.

Hacker nach starkem Halbfinale Mitfavorit

Ein sehr starken Eindruck hinterließ unterdessen Einer-Vizeweltmeister Marcel Hacker. Der Frankfurter verwies bei Schiebewind im Halbfinale in 6:40,14 Minuten den tschechischen Weltcup-Führenden Ondrej Synek (6:41,56) und den Schweden Lassi Karonen (6:42,80) auf die Plätze zwei und drei und hat sich damit in die Rolle des Mitfavoriten für das Finale gerudert. "Ab 1 250 Meter lief das Boot super und ich hatte eine ideale Länge im Schlag", erklärte Hacker, der im Endlauf unter anderem auf Olympiasieger Olaf Tufte (Norwegen) und Weltmeister Mahe Drysdale (Neuseeland) trifft.

Hackers Trainer Andreas Maul gibt sich trotz der starken Konkurrenz optimistisch: "Das war eines der stärksten Halbfinals, das ich jemals von Marcel gesehen habe. Er ist taktisch sehr gut gefahren. Ich hoffe, er kann die Leistung am Sonntag wiederholen."

Deutscher Frauen-Achter ohne Probleme ins Finale

Der deutsche Frauen-Achter bot hingegen schon im Vorlauf eine souveräne Leistung und war als Vizeweltmeister bereits am Freitag direkt in den Endlauf eingezogen, während im Zweier ohne Steuerfrau mit den WM-Dritten Elke Hipler/Nicole Zimmermann (Hannover/Rostock) und Maren Derlien/Christina Gerking (Hamburg/Hannover) gleich zwei DRV-Boote im Finale stehen.

Im Zweier ohne Steuermann genügte den WM-Fünften Jochen Urban/Andreas Penkner (Krefeld/Radolfzell) ein dritter Rang im Halbfinale, um in den Endlauf einzuziehen. Ebenfalls im Finale stehen der Frauen-Doppelzweier, der Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen sowie der Frauen-Doppelvierer mit der viermaligen Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam).

© SID

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