Rudern International
Deutschland-Achter enttäuscht beim Weltcup

Das deutsche Ruder-Aushängeschild hat sich im polnischen Posen nicht in Szene setzen können. Der Deutschland-Achter belegte lediglich Platz fünf. Dagegen sicherte sich der Frauen-Zweier den einzigen deutschen Erfolg.

Ein Podestplatz ist dem Deutschland-Achter beim Ruder-Weltcup im polnischen Posen verwehrt geblieben. Das zu Testzwecken von Bundestrainer Dieter Grahn umbesetzte Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) belegte im Finale nur den fünften Platz.

Grahn hatte auf der Suche nach der Bestbesetzung des Paradebootes des Deutschen Ruderverbandes (DRV) die Wackelkandidaten Stephan Koltzk, Jörg Dießner, Philipp Adamski und Urs Käufer gemeinsam getestet. Das Experiment ging daneben. "Kämpferisch war es eine hervorragende Einstellung, aber rudertechnisch hat nur wenig funktioniert", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller.

Engelmann war wegen Prüfung abkömmlich

Grahn musste auf den Berliner Thorsten Engelmann verzichten, weil der Student wegen einer Prüfung abkömmlich war. Zudem setzte er den etatmäßigen Schlagmann Andreas Penkner (Radolfzell) und Jochen Urban (Krefeld) in den Zweier. Das Duo glänzte mit Rang drei und ließ sogar Weltmeister Neuseeland hinter sich. "Wir brauchen die drei zurück. Sie sind unsere Besten", sagte Grahn.

So aber musste der Achter, der den Weltcup-Auftakt in München vor drei Wochen gewonnen hatte, Australien, Weißrussland, Rumänien und Polen vorbei lassen.

Ex-Weltmeister Marcel Hacker dagegen belegte erneut einen Podestplatz. Nach Rang zwei in München gewann der 29-Jährige im Einer-Finale die Bronzemedaille.

Hacker landete rund drei Längen hinter Weltmeister Mahe Drysdale (Neuseeland), der in Weltcup-Rekordzeit von 6:39,12 Minuten siegte, und rund anderthalb Längen hinter dem zweitplatzierten Senkrechtstarter Alan Campbell aus Großbritannien.

"Ich hatte nach der Startphase Probleme mit der Bauchmuskulatur, habe mich aber durchgekämpft. Respekt vor der Leistung von Drysdale und Campbell", sagte Hacker. Trainer Andreas Maul sieht seinen Schützling im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Eton (20. bis 27. August) im Soll.

Einzige Goldmedaille für Zimmermann/Hipler

Eine sehr ordentliche Vorstellung bot Peggy Waleska im Einer. Die Dresdnerin ordnete sich im Finale hinter der absoluten Weltspitze auf Platz fünf ein und macht Hoffnungen auf eine Finalteilnahme bei der WM.

Die einzige Goldmedaille in Posen gewann für den DRV der ungesteuerte Zweier mit Nicole Zimmermann und Elke Hipler (Rostock/Hannover), die sich in 7:01,68 Minuten knapp vor Maren Derlien/Christina Gerking (Hamburg/Leer) durchsetzten. Bronze holte der Frauen-Doppelvierer, Silber gewann im nichtolympischen Zweier ohne Steuermann das Duo Ole Rückbrodt/Felix Otto (Hamburg/Düsseldorf).

Eine Enttäuschung erlebte das Weltmeister-Boot Daniela Reimer und Marie-Luise Dräger (Potsdam/Rostock) im leichten Doppelzweier. Das Gespann verpasste das A-Finale und belegte in der Endabrechnung Rang sieben. Dräger hatte mit der Hamburgerin Berit Carow vor drei Wochen in München Platz zwei belegt.

© SID

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