Rudern International
Deutschland-Achter enttäuscht mit Platz vier

Beim Ruder-Weltcup in Amsterdam hat der Deutschland-Achter im Vorlauf Platz vier belegt und muss damit am Samstag in den Hoffnungslauf. "Wir sind technisch sehr schlecht gerudert", sagte Bundestrainer Dieter Grahn.

Beim Ruder-Weltcup in Amsterdam hat der ersatzgeschwächte Deutschland-Achter die Erwartungen nicht erfüllen können und muss sogar um die Finalteilnahme bangen. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) belegte auf der Bosbaan im Vorlauf hinter Großbritannien, der Schweiz und China nur den enttäuschenden vierten Rang und muss nun in den Hoffnungslauf am Samstag.

"Das können wir besser"

"Wir sind technisch sehr schlecht gerudert. Das können wir besser", sagte Bundestrainer Dieter Grahn, der im Weltmeister-Boot auf den etatmäßigen Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel) wegen einer Sehnenreizung am linken Fuß verzichten musste.

Heidickers Ausfall wollte Grahn aber nicht als Ausrede gelten lassen. "Wir sind nicht als Mannschaft aufgetreten", meinte Grahn, der seine Crew um Schlagmann Thorsten Engelmann (Berlin) in die Pflicht nahm: "Die Niederlage ist kein Beinbruch, aber im nächsten Rennen am Samstag will ich Fortschritte sehen."

"Habe ein bisschen am Boot gebastelt"

Den hat dagegen Vizeweltmeister Marcel Hacker im Jahr der Heim-WM in München (26. August bis 2. September) seit seinem dritten Platz beim Weltcup-Auftakt in Ottensheim/Österreich festgestellt. "Ich habe am Boot noch ein bisschen gebastelt. Gegenüber dem letzten Weltcup war es ein weiterer Schritt nach vorne", erklärte der Frankfurter nach zwei souveränen Siegen im Vorlauf und Viertelfinale und dem damit verbundenen souveränen Halbfinaleinzug.

Der deutsche Frauen-Achter hat unterdessen als Vizeweltmeister durch einen sicheren Erfolg im Vorlauf vor dem WM-Vierten China und dem WM-Dritten Australien den direkten Einzug in den Endlauf am Sonntag geschafft. "Sie haben das Rennen von hinten gewonnen. Das sah schon sehr gut aus", meinte DRV-Sportdirektor Michael Müller.

"Das war schon eine gute Vorstellung"

Den direkten Einzug ins Halbfinale schafften die WM-Fünften Jochen Urban/Andreas Penkner (Krefeld/Radolfzell) im Zweier ohne Steuermann durch ihren Vorlaufsieg vor den Südafrikanern Donovan Cech/Ramon di Clemente. "Wir sind ganz entspannt ins Rennen gegangen. Das war schon eine gute Vorstellung", sagte Urban.

Den Vierer ohne Steuermann musste der DRV unterdessen vor dem Vorlauf abmelden. Das Vizeweltmeister-Boot konnten wegen eines bronchialen Infekts des Leverkuseners Toni Seifert nicht an den Start gehen.

Einen freien Tag hatte unfreiwillig auch die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam). Ein Schaden am Ausleger verhinderte den Start des Doppelvierers. Ein Kurier aus Potsdam wird einen neuen Ausleger an die Stecke nach Amsterdam bringen, damit das deutsche Boot in dem auf Samstagmorgen verlegten Vorlauf starten kann.

© SID

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