Rudern International
Deutschland-Achter will Wiedergutmachung betreiben

Ohne Schlagmann Bernd Heidicker will sich der Deutschland-Achter ab heute in Amsterdam auf die Heim-WM in München einstimmen. "Wir wollen die Niederlage von Prag wettmachen", sagte Bundestrainer Dieter Grahn.

Beim Ruder-Weltcup in Amsterdam will der Deutschland-Achter von heute an bis Sonntag an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen und sich auf die Heim-WM in München (26. August bis 2. September) einstimmen. "Wir wollen die Niederlage von Prag wettmachen", sagte Bundestrainer Dieter Grahn, dessen Weltmeister-Crew zuletzt auf der Moldau beim "Primatorky Race" eine überraschende Schlappe gegen einen Achter von Dukla Prag hinnehmen musste.

Nicht dabei ist allerdings der etatmäßige Schlagmann. Bernd Heidicker (Wanne-Eickel) laboriert an einer Sehnenreizung im linken Fuß und muss beim zweiten Weltcup der Saison auf der Bosbaan pausieren. Für ihn rückt Thorsten Engelmann auf die Position des Schlagmanns. Der Berliner hatte im Frühjahr den Cambridge-Achter beim traditionellen Boat Race gegen die Universität Oxford zum Sieg geführt.

"Phase, in der wir viel ausprobieren"

"Natürlich ist der Ausfall von Bernd nicht optimal. Aber wir sind in einer Phase, in der wir viel ausprobieren. Man muss bedenken, dass auch bei einer WM immer etwas passieren kann", meinte Jan Tebrügge, der im vergangenen Jahr mit dem Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bei der WM im englischen Eton erstmals seit elf Jahren Gold gewonnen hatte.

Nachdem beim Weltcup-Auftakt in Ottensheim/Österreich die zweite Garnitur des deutschen Achters im Hoffnungslauf gescheitert war, ist eine Finalteilnahme Pflicht. "Unsere Ansprüche liegen hoch. Wir wollen schon ganz vorne mitmischen", sagte der Osnabrücker Tebrügge, der mit Matthias Flach (Rostock) als Ersatz für Heidicker im DRV-Großboot sitzen wird.

"Wieder einen kleinen Schritt nach vorne"

Für Vize-Weltmeister Marcel Hacker wird das Rennen in Amsterdam unterdessen zu einer echten Standortbestimmung. In dem norwegischen Olympiasieger Olaf Tufte, dem neuseeländischen Weltmeister Mahe Drysdale und dem tschechischen Weltcup-Spitzenreiter Ondrej Synek wartet starke Einer-Konkurrenz auf den Frankfurter, der in Ottensheim Rang drei belegt hatte. "Seitdem weiß ich, wo ich stehe. Ich habe im Training wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Es macht schon Spaß, wenn solche Gegner in Amsterdam gemeldet haben", erklärte Hacker.

Die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam) wird nach ihrem Aus im Einer-Zwischenlauf in Ottensheim in den Niederlanden im Doppelvierer mit Britta Oppelt (Berlin) sowie ihren Klubkolleginnen Christiane Huth und Stephanie Schiller an den Start gehen. Vor der WM in München wartet noch das Weltcup-Finale (13. bis 15. Juli) auf dem Rotsee in Luzern auf die Ruderer.

© SID

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