Rudern International
Gelungene WM-Generalprobe für Deutschland-Achter

Der Deutschland-Achter hat beim Weltcup-Finale in Luzern eine gelungene Generalprobe für die WM im englischen Eton gefeiert. Das Großboot konnte in 5:47,11 Minuten seinem Sieg aus dem Vorjahr wiederholen.

Beim Weltcup-Finale der Ruderer in Luzern hat der Deutschland-Achter seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholt und damit für eine gelungene WM-Generalprobe gesorgt. Das neu formierte Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) setzte sich in 5:47,11 Minuten gegen den WM-Zweiten Italien (5:47,40) und den WM-Fünften Polen (5:48,88) durch. Das Großboot krönte damit rund einen Monat vor der WM im englischen Eton (20. bis 28. August) mit dem einzigen Sieg eine gute DRV-Vorstellung mit insgesamt acht Medaillen in den 14 olympischen Klassen.

"Wir sind für die WM in Lauerstellung. Mit dem Abschneiden muss man zufrieden sein. Wir haben in diesem Jahr viel ausprobiert und bereiten uns jetzt gezielt auf den Saisonhöhepunkt vor", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller, der sich zudem über den Erfolg im Gesamtweltcup freuen konnte. Mit 166 Punkten verwies die deutsche Flotte Großbritannien (141) und Australien (83) auf die Ränge zwei und drei.

Bundestrainer Dieter Grahn war unterdessen nach dem knappen Sieg des deutschen Großbootes überglücklich. "Wir waren sehr entschlossen und haben das Ding am Ende nach Hause gerettet", erklärte der 62-Jährige, der jedem Einzelnen der Besetzung in den Arm nahm und persönlich zum Erfolg in Luzern und zum Sieg in der Achter-Wertung des Weltcups gratulierte.

"In der Mannschaft steckt großes Potenzial"

"In der Mannschaft steckt großes Potenzial. Mit so einem Sieg fällt das Arbeiten im Hinblick auf die WM leichter", fügte Grahn, der erst Ende Juni Bernd Heidicker (Wanne-Eickel) für Andreas Penkner (Radolfzell) als Schlagmann nominiert hatte, hinzu. Der 28-jährige Heidicker meinte nach dem packenden Zweikampf mit den Italienern: "Das letzte Drittel war Kampf, das gibt uns Selbstvertrauen für die WM."

Neben der Goldmedaille im Achter gab es für den DRV drei Silber- und vier Bronzemedaillen. Nicole Zimmermann/Elke Hipler (Rostock/Hannover) im Zweier ohne Steuerfrau sowie der Doppelvierer der Männer und Frauen ruderten auf zweite Plätze. Dritte wurden Jochen Urban/Andreas Penkner (Krefeld/Radolfzell) im Zweier ohne Steuermann, der Vierer ohne Steuermann, der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann und der ersatzgeschwächte Achter der Frauen.

In zu große Euphorie wollte Müller nach dem guten Resultat aber nicht verfallen. "In einigen Klassen war nicht die komplette Weltelite am Start, daher darf man nicht alle Ergebnisse überbewerten", sagte der Sportdirektor, bevor er ergänzte: "Wir werden alle Klassen bei der WM besetzen."

Müller übte nach dem überraschenden Aus des Leichtgewichts-Doppelzweiers mit Berit Carow/Marie-Louise Dräger (Hamburg/Rostock) im Halbfinale aber auch Kritik: "Es waren deutliche technische Defizite zu erkennen. Ich erwarte von Bundestrainerin Jutta Lau eine kritische Überprüfung der Bootsklasse." Das Boot hatte im vergangenen Jahr bei der WM im japanischen Gifu in der Besetzung Dräger/Daniela Reimer (Potsdam) noch Gold gewonnen.

Einer-Finals ohne deutsche Beteiligung

Die Einer-Finals, bei denen sich die zweimalige Olympiasiegerin Jekaterina Karsten (Weißrussland) und Olympiasieger Olaf Tufte (Norwegen) durchsetzten, fanden nach dem Ausfall des Frankfurter Ex-Weltmeisters Marcel Hacker (Leistenoperation) ebenfalls ohne deutsche Beteiligung statt. Der Berliner Eric Knittel belegte in seinem Halbfinale nur den sechsten Platz, bei den Frauen musste sich Peggy Waleska im Semifinale mit Platz vier Begnügen. Die Dresdnerin hatte allerdings Pech, da sie sich kurz vor dem Rennen an einem Ausleger eine blutende Wunde am Kopf zugezogen hatte und daher auch zum B-Finale nicht mehr antreten konnte. "Sie wird aber trotzdem für die WM nominiert", meinte Müller.

Der DRV holte zudem durch Ole Rückbrodt/Felix Otto (Hamburg/Düsseldorf) im Leichtgewichts-Zweier, den Vierer ohne Steuerfrau und den Leichtgewichts-Doppelvierer der Frauen drei Siege in den sieben Endläufen der nicht-olympischen Klassen.

© SID

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