Rudern International
Ruder-Vizeweltmeister Hacker sicher im Halbfinale

Ruder-Vizeweltmeister Marcel Hacker ist beim Weltcup in Ottensheim mit einem deutlichen Vorlaufsieg ins Halbfinale eingezogen. Die Vorschlussrunde verpasst hat dagegen bei ihrem Comeback Olympiasiegerin Kathrin Boron.

Missglücktes Comeback für die viermalige Ruder-Olympiasiegerin Kathrin Boron beim Weltcup-Auftakt im österreichischen Ottensheim. Die 37-Jährige kam nach mehr als einjähriger Pause im Einer-Zwischenlauf nicht über Platz vier hinaus und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale. Dagegen zog Vizeweltmeister Marcel Hacker mit einem deutlichen Vorlaufsieg sicher ins Halbfinale ein.

"Langfristig mache ich mir keine Sorgen"

"Ich habe mich nach einem Rippenbruch erst kurzfristig für den Start entschieden. Daher war es nicht so einfach", meinte die mit Trainingsrückstand gestartete achtmalige Weltmeisterin Boron aus Potsdam, die im Vorlauf noch Platz zwei hinter der Russin Julia Lewina belegt hatte. "Nach so einer langen Pause kann das passieren. Langfristig muss man sich keine Sorgen machen, wir arbeiten in Ruhe weiter", sagte Trainerin Jutta Lau.

Hacker demonstrierte unterdessen seine gute Frühform in der Saison der Heim-WM in München (26. August bis 2. September). "Beim ersten Weltcup-Rennen weiß man nie genau, wo man steht. Es war nicht einfach von den Bedingungen, ich bin aber ganz zufrieden. Jetzt wartet am Samstag ein schweres Halbfinale auf mich", meinte der Frankfurter, der in 7:22,32 Minuten den Franzosen Pierre-Jean Peltier (7:27,16) auf Distanz hielt.

Penkner und Urban souverän

Das Halbfinale haben auch Andreas Penkner und Jochen Urban (Radolfzell/Krefeld) im Zweier ohne Steuermann erreicht. Den WM-Fünften genügte ein zweiter Rang im Vorlauf in 6:54,63 Minuten hinter dem kroatischen Duo Niksa und Sinisa Skelin (6:51,95).

Beim verspäteten Saisondebüt wegen einer Erkrankung des Mannheimers Philipp Adamski kam der Vierer ohne Steuermann als Vize-Weltmeister unterdessen zu einem Vorlauferfolg in 6:14,03 Minuten vor Griechenland (6:16,34) und zog ebenfalls ohne den Umweg über den Hoffnungslauf ins Halbfinale ein.

Achter-Bundestrainer Dieter Grahn nutzt hingegen den Weltcup, um seinen zweiten Anzug zu testen. Der Dresdner Jörg Dießner ist in Ottensheim der einzige Teilnehmer, der mit dem Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bei der WM im englischen Eton 2006 den Titel gewonnen hat.

Das Großboot bestreitet am Samstagmorgen seinen Vorlauf. "Ich gebe ihnen eine Chance und erwarte, dass sie sich für weitere Aufgaben anbieten", sagte Grahn, dessen Gold-Crew derzeit in Dortmund trainiert.

© SID

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