Rudern International
Wech Derlien rudern zum Auftakt in Posen vorneweg

Lenka Wech/Maren Derlien stehen beim Weltcup-Finale in Posen nach ihrem Vorlaufsieg im Zweier ohne Steuerfrau im Endlauf. Die DRV-Bilanz zum Auftakt fiel dennoch durchwachsen aus.

Die Europameisterinnen Lenka Wech/Maren Derlien (Saarbrücken/Hamburg) und der Vierer ohne Steuermann haben am ersten Tag des Weltcup-Finales im polnischen Posen die Glanzlichter aus deutscher Sicht gesetzt. Wech/Derlien stehen nach ihrem Vorlaufsieg im Zweier ohne Steuerfrau ebenso im Endlauf am Sonntag wie der Vierer nach seinem Erfolg in einem furiosen Schlussspurt.

Die Bilanz des Deutschen Ruderverbandes (DRV) fiel nach dem Auftakt bei der Generalprobe für die Olympischen Spiele in Peking aber durchwachsen aus. "Das war eine durchschnittliche Leistung mit teils erfreulichen Ergebnissen", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller nach bisher fünf Finalteilnahmen in den 14 olympischen Klassen auf dem Maltasee. Müller hofft auf weitere Endlaufteilnahmen nach den Halbfinals und Hoffnungsläufen. Nach den bisher schwachen Ergebnissen in dieser Saison will der erfolgsverwöhnte Verband auch in Abwesenheit einiger Top-Nationen neues Selbstvertrauen tanken.

Wech/Derlien gelang dieses Vorhaben. Das Duo setzte sich souverän in 7:06,00 Minuten vor den Neuseeländerinnen Juliette Haigh/Nicola Coles (7:09,06) durch. Der Vierer überrollte als Vize-Weltmeister von 2006 das Feld auf den letzten 500m der 2000-m-Strecke förmlich und gewann in 5:47,97 Minuten denkbar knapp vor Tschechien (5:47,98.) "Da haben sie die Rakete noch rechtzeitig gezündet", meinte Müller.

Im Einer erreichten Karsten Brodowski (Potsdam) und Markus Kuffner (Berlin) über den Umweg Hoffnungslauf noch das Halbfinale. Der deutsche Meister Marcel Hacker (Frankfurt/Main) hat nach gesundheitlichen Problemen noch Trainingsrückstand und verzichtete daher auf einen Start im WM-Ort von 2009. Im Halbfinale stehen auch Jonathan Koch/Manuel Brehmer (Gießen/Berlin) im Leichtgewichts-Doppelzweier nach Platz zwei im Hoffnungslauf.

Samstag Bewährungsprobe für DRV-Flaggschiff

Der neuformierte Deutschland-Achter hat hingegen erst am Samstag seine mit Spannung erwartete erste Bewährungsprobe. Nach dem Rausschmiss der Weltmeister-Crew von 2006 und der Entmachtung von Bundestrainer Dieter Grahn muss die neue Besatzung auf den begehrten Rollsitzen ihre Leistungsfähigkeit nachweisen. Dabei trifft das DRV-Flaggschiff mit Polen und dem WM-Dritten Großbritannien allerdings nur auf zwei Gegner. Daher findet zunächst nur ein Bahnverteilungsrennen für den Endlauf am Sonntag statt.

"Die Trainingseindrücke sind richtig gut. Ich bin optimistisch", sagte Steuermann Peter Thiede, der als einziger seinen Platz im traditionsreichen Achter behalten durfte.

© SID

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