Rudern National
Deutscher Achter siegt beim Marathon in Rendsburg

Die Revanche beim Achter-Marathon in Rendsburg ist dem Deutschland-Achter geglückt. Das Flagschiff des Deutschen Ruder-Verbandes schlug Vorjahressieger USA mit einem Vorsprung von 16 Sekunden.

Das Flagschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) hat beim der Achter-Marathon in Rendsburg für einen würdigen Abschluss gesorgt. Bei der siebten Auflage des Canal-Cups über 12,7 Kilometer auf dem Nordostsee-Kanal triumphierte der Vizeweltmeister mit Schlagmann Peter Thiede vor Vorjahressieger USA. Dadurch revanchierte sich der deutsche Achter für die Niederlage vor Jahresfrist und sicherte sich zudem die Siegprämie von 10 000 Euro. Auf den weiteren Plätzen im Fünfer-Feld landeten die Niederlande, die Schweiz und Großbritannien. 150 000 Zuschauer entlang der Strecke sorgten für einen würdigen Rahmen.

"Die Truppe hat sich toll verkauft, hat ihr taktisches Konzept umgesetzt. So aggressiv wünsche ich mir jedes Team", sagte Bundestrainer Dieter Grahn, der vier Wochen nach Silber bei der WM in München auf seinen etatmäßigen Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel) verzichten musste. Der 29-Jährige verabschiedete sich in den Kurzurlaub, nachdem er seine Diplomarbeit abgegeben hatte. Heidicker wurde von Jan Tebrügge (Osnabrück) glänzend vertreten.

US-Boot erwischt besten Start

Den besseren Start in Breiholz erwischte das US-Boot, das sich schnell mit einer Länge Vorsprung absetzte. Der Deutschland-Achter jedoch ließ nie abreißen, sondern verkürzte nach und nach den Abstand.

Nach 4 000 Metern lag das deutsche Boot mit einem Zwischenspurt schon eine Länge vor dem Rivalen. Kontinuierlich bauten Tebrügge und Co. ihren Vorsprung aus und lagen nach 37:30 Minuten 16 Sekunden vor den US-Amerikanern. "Nach 5, sechs Kilometern wussten wir, dass wir gewinnen", sagte Steuermann Peter Thiede.

Veranstalter mussten Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Kanal aufheben lassen

Damit die fünf Boote ordentlich Gas geben konnten, hatten die Veranstalter für das Event auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt erneut eine Sondergenehmigung eingeholt. Eigentlich beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Schiffe im Kanal 15 Stundenkilometer, die Achter übertreffen diesen Wert deutlich.

© SID

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