Rudern National
Neues Sponsorenkonzept soll Ruderverband helfen

Ein neues Sponsorenkonzept soll dem Deutschen Ruderverband wieder zu Erfolgen verhelfen. Ziel ist, keine einzelnen Boote, sondern den gesamten Verband finanziell zu unterstützen.

Nach dem Debakel von Peking will der Deutsche Ruderverband (DRV) auch mit Hilfe eines neuen Sponsorenkonzeptes wieder auf Kurs kommen. "Die Sponsoren sollen keine einzelnen Boote fördern, sondern den gesamten Rudersport unterstützen", sagte Renko Schmidt.

Der stellvertrende DRV-Vorsitzende weiß nach dem enttäuschenden Verlauf der Olympischen Spiele aber auch um die Schwierigkeiten bei der Suche nach neuen Geldgebern. "Es gibt zwar keine nennenswerten Einschnitte bei öffentlichen Geldern, aber durch das Abschneiden in Peking und die wirtschaftliche Lage ist es nicht einfach, neue Sponsoren zu gewinnen", meinte Schmidt.

Eine Million Euro an Sponsorengeldern benötigt

Im Hinblick auf die Sommerspiele 2012 in London benötigt Verband 500 000 bis 600 000 Euro pro Jahr für den Leistungssport. Eine Million Euro müssen dafür durch Sponsoren eingenommen werden, damit diese Summe für den Leistungssport zur Verfügung steht. Der Rest fließe an die Vereine oder werde für die Organisation benötigt, so Schmidt.

Nach den Spielen in Peking ohne Goldmedaille hat sich der DRV für 2012 hohe Ziele gesetzt. Vier Goldmedaillen werden angestrebt, zudem will man sich wieder verstärkt als Mannschaft präsentieren. Dies soll auch den potenziellen Sponsoren vermittelt werden.

Schmidt: "Unternehmen erwarten klare Vorgabe"

"Es kann doch nicht sein, dass eine gemeinsame Mannschaft bei einer Regatta mit fünf unterschiedlichen Logos von Sponsoren auftaucht", sagte Schmidt und fügte an: "Die Unternehmen erwarten eine klare Vorgabe. In den nächsten Monaten wird mit einem Sponsorenkonzept auf mögliche Geldgeber zugegangen."

Einen Vorteil sieht der DRV darin, dass der deutsche Rudersport von Dopingvergehen verschont geblieben ist. "Damit können wir bei Geldgebern werben", meinte Schmidt. Einen großen Hauptsponsor wie in Großbritannien soll es aber nicht geben. "So einen Sponsor sehe ich auch nicht. Außerdem schauen wir nicht auf andere Länder. Wir gehen unseren eigenen Weg", sagte Renko Schmidt.

© SID

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