Rudern Regatta
Deutliche Siege für Achter und Hacker

Bei der Wedau-Regatta haben der Deutschland-Achter und Marcel Hacker im Einer bislang am Samstag Siege eingefahren. Das deutsche Flaggschiff lag im Ziel vor Polen und der Schweiz, Hacker vor dem Slowenen Iztok Cop.

Der erste Vergleich des WM-Jahres mit der internationalen Konkurrenz hat für den Deutschland-Achter und Marcel Hacker mehr als erfreulich begonnen. Dem Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) und dem Ex-Weltmeister im Einer gelangen bei der Wedau-Regatta in Duisburg deutliche Siege.

Der Achter verwies als WM-Dritter in 5:35,70 Minuten den WM-Fünften Polen (5:39,91) und die Schweiz (5:42,45) auf die Plätze zwei und drei. Der 29-jährige Hacker setzte sich hingegen nach 2000m in 6:56,20 Minuten mit knapp vier Sekunden Vorsprung souverän vor dem slowenischen Doppelzweier-Weltmeister Iztok Cop und dem Schweizer Andre Vonarburg durch. Am Sonntag treten Hacker, Weltmeister 2002, und der Achter erneut an.

"Wir hatten Respekt vor dem Gegner, konnten uns durch zwei Zwischenspurts aber absetzen. Es lief noch nicht alles rund, die Frequenz war aber in Ordnung. Wir müssen über das Mittelschiff noch mehr Vortrieb reinbekommen", sagte Bundestrainer Dieter Grahn nach der guten Vorstellung des Achters, der bei den Titelkämpfen 2005 im japanischen Gifu Bronze gewann. Der 62-jährige nutzt die Regatta in Duisburg, um seine Idealbesetzung für die Weltmeisterschaften im englischen Eton (20. bis 27. August) zu finden.

In Schlagmann Andreas Penkner (Radolfzell), Jochen Urban (Krefeld), Ulf Siemes (Oberhausen), Jan Tebrügge (Osnabrück), Thorsten Engelmann (Berlin) und Sebastian Schulte (Wiesbaden) saßen am Samstag sechs Ruderer aus der Vorjahres-Crew im Boot. Ergänzt wurde die Besatzung durch Filip Adamski (Mannheim) und Urs Käufer (Ulm), während am Sonntag Jörg Dießner (Dresden) und Stephan Koltzk (Frankfurt/Oder) zum Einsatz kommen werden.

Im Vorlauf musste der Achter eine Schrecksekunde überstehen. Bei 1500m gab es einen Bootsschaden, als Steuermann Peter Thiede nicht mehr steuern konnte. "Zum Glück ist uns das nicht im Finale passiert. So hatten wir genügend Vorsprung", sagte Grahn.

Unterdessen gaben sich am ersten Finaltag mit Teilnehmern aus 15 Nationen auch die weiteren Favoriten im Nieselregen keine Blöße. Bei den Frauen triumphierte die zweimalige Einer-Olympiasiegerin Jekaterin Karsten (Weißrussland) deutlich vor Peggy Waleska (Dresden) und der Polin Tryton Poznan. Im Doppelzweier setzten sich die WM-Sechsten Jörg Lehnigh/Manuel Brehmer (Berlin/Ratzeburg) sicher durch, während der Achter der Frauen den einzigen Konkurrenten Frankreich in die Schranken wies. Zudem siegte der Vierer der Männer ohne Steuermann knapp vor den Franzosen.

Der frühere Vierer-Weltmeister Bernd Heidicker (Wanne-Eickel), der nach einer Handverletzung mehrere Wochen pausierte, belegte mit Partner Philip Stüer (Münster) im Zweier ohne Steuermann nur Platz vier. Der Sieg ging an Goran Jagar/Nikola Stojic (Serbien-Montenegro).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%