Rudern Regatta
Deutscher Achter feiert Doppelsieg in Essen

Der deutsche Achter hat an beiden Finaltagen der 94. Hügelregatta in Essen souverän gegen das polnische Boot gewonnen. Einer-Vize-Weltmeister Marcel Hacker siegte ebenfalls zweimal im Finale.

Die deutschen Ruderer haben sich bei der 94. Hügelregatta in Essen in guter Form präsentiert, der Deutschland-Achter konnte sogar mit einem Doppelsieg in die neue Saison starten. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) setzte sich als Weltmeister an den beiden Finaltagen souverän gegen den WM-Sechsten Polen durch."Es fehlt noch ein wenig die Effektivität in den Schlägen. Aber insgesamt ist der Start gelungen", erklärte Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel).

Bundestrainer Dieter Grahn vertraute auf dem Baldeneysee am Samstag der Crew, die im vergangenen Jahr im englischen Eton erstmals seit elf Jahren wieder WM-Gold gewonnen hatte. Am Sonntag ersetzten Florian Menningen (Ratzeburg) und Florian Eichner (Halle/Saale) den Essener Stephan Koltzk und Jörg Dießner aus Dresden.

Grahn: "Wir müssen zeigen, dass jeder ersetzbar ist"

"Wir müssen immer wieder neue Impulse setzen und zeigen, dass jeder ersetzbar ist. Keiner darf sich sicher fühlen", begründete Grahn die Umbesetzungen. Am Samstag siegte der Achter nach einem starken Schlussspurt mit anderthalb, am Sonntag mit einer halben Länge Vorsprung. "Es fehlte noch die Harmonie. Wir haben zwar gewonnen, aber es gibt noch einige Reserven", meinte Grahn.

Einen guten Saisoneinstand gab auch Einer-Vizeweltmeister Marcel Hacker. Der Frankurter verwies am ersten Tag die slowenischen Vizeweltmeister im Doppelzweier Iztok Cop und Luka Spik deutlich auf die Plätze zwei und drei. Im zweiten Finallauf setzte sich Hacker gegen den Niederländer Oliver Siegelaar und Dirk Thiele aus Potsdam sicher durch.

Hacker: "Das war ein Top-Einstieg"

"Das war ein Top-Einstieg in die Saison. Ich hatte meine eigene Aufgabe zu lösen, gesund durch den Winter zu kommen. Das habe ich erfolgreich geschafft", meinte der 30-Jährige Hacker, der am ersten Tag mit Gegenwind zu kämpfen hatte. "Es waren natürlich schwierige Bedingungen für alle, aber damit muss man klarkommen", ergänzte Hacker, der sich am zweiten Tag über leichten Schiebewind freuen konnte.

Die WM-Fünften im Zweier ohne Steuermann Andreas Penkner/Jochen Urban (Radolfzell/Krefeld) feierten am Samstag einen souveränen Erfolg, bevor sie am Sonntag im Vierer ohne Steuermann Dritte wurden.

Insgesamt nutzten die Trainer im Jahr der Heim-WM in München (26. August bis 2. September) die Rennen in Essen zu einigen Experimenten und testeten unterschiedliche Besatzungen in den verschiedenen Bootsklassen.

DRV-Präsident Helmut Griep stellt sich nicht mehr zur Wahl

Am Rande an Regatta teilte der DRV mit, dass Präsident Helmut Griep beim nächsten Verbandstag in Köln (13. bis 16. März 2008) nicht mehr kandidieren wird. Der 64-Jährige wird sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellen. Griep steht seit 2001 an der Verbandsspitze und ist seit 1983 im Vorstand des DRV tätig. Als Nachfolger sind DRV-Schatzmeister Siegfried Kaidel sowie Gunnar Hägger im Gespräch.

© SID

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