Rudern Regatta
Niederlage für Deutschland-Achter in München

Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) patzte beim Weltcup in München und muss am Samstag im Hoffnungslauf starten. Der Achter unterlag im Vorlauf den Chinesen.

Beim Start ins olympische Jahr musste der deutsche Ruder-Achter beim Weltcup in München überraschend eine Pleite hinnehmen. Der Vize-Weltmeister musste sich im Vorlauf in 6:08:24 Minuten Olympia-Gastgeber China (6:03:76) mit einer guten Länge Rückstand deutlich geschlagen geben. Um den Endlauf noch zu erreichen, muss das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) nun am Samstag den Umweg über den Hoffnungslauf gehen.

"Uns fehlt noch das Stehvermögen. Aber nach nur zehn Tagen gemeinsamen Training kann man noch keine Wunderdinge erwarten", sagte Bundestrainer Dieter Grahn, der nach den schwachen Ergebnissen bei den Kleinbootmeisterschaften zu Saisonbeginn sein Team auf drei Positionen verändert hatte. Jochen Urban (Krefeld), Sebastian Schmidt (Mainz) und Philipp Naruhn (Halle/Saale) waren für Jan Tebrügge (Osnabrück), Ulf Siemes (Oberhausen) und Jörg Dießner (Dresden) auf die Rollsitze gerückt. "Dadurch haben wir mehr Technik und weniger Masse im Boot", erklärte der erfahrene Schlagmann Bernd Heidicker.

Andere Boote im Soll

Auf die anderen Bootsklassen war beim ersten internationalen Vergleich der Saison für den DRV aber Verlass. Insgesamt erreichten zwölf der gestarteten 21 Boote in den 14 olympischen Klassen die Halbfinalläufe auf der Regattastrecke der Sommerspiele 1972 in Oberschleißheim. Im Finale steht bereits der Doppelvierer der Frauen um die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam).

"Das war insgesamt ein gelungener Auftakt. Es ist erfreulich, dass sich die meisten neu gebildeten Boote gut gezeigt haben. Im Halbfinale müssen wir die Leistung bestätigen", meinte DRV-Sportdirektor Michael Müller zum positiven Start. Im vergangenen Jahr war der erfolgsverwöhnte Verband bei der Heim-WM in München erstmals ohne Goldmedaille geblieben.

Sorgen bereitet Müller allerdings der Frauen-Einer, der sich ebenso wie der Leichtgewichts-Vierer der Männer bei der Qualifikation Mitte Juni in Posen noch einen Startplatz für Peking sichern muss. Stephanie Schiller (Potsdam) und Sophie Dunsing (Berlin) schieden in München bereits im Viertelfinale aus. "Das war ein erster Versuch. Wer im Einer der Frauen antreten wird, entscheiden wir nach der Regatta in München", sagte Müller.

© SID

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