Rudern Regatta
Ruderer legen sich in Rendsburg in die Riemen

Nach dem Gewinn des WM-Titels steht für den Deutschland-Achter heute ein besonderes Highlight auf dem Programm. Beim Ruder-Marathon beim 6. Canal-Cup in Rendsburg will das deutsche Flaggschiff erneut Stärke zeigen.

Die Vorzeichen sind verschieden: Weltmeister Bernd Heidicker freut sich auf eine "super Show", Teamkollege Jan Tebrügge will das Rennen "einfach nur genießen". Auch wenn der Deutschland-Achter seinen Saisonhöhepunkt mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft bereits hinter sich hat, ist die Mannschaft heiß auf den Ruder-Marathon beim 6. Canal-Cup heute (14.00 Uhr/live im NDR) in Rendsburg.

"Die Stimmung ist einfach unglaublich. Da stehen schon allein am Start 4 000 Zuschauer und feuern dich an", sagt Heidicker, der das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) Ende August im englischen Eton als Schlagmann zum ersten WM-Gold seit elf Jahren geführt hatte.

Gänsehautgefühl über gesamte Strecke

Das Gänsehautgefühl bei den Athleten halte die gesamte 12,7km lange Strecke auf dem Nord-Ostsee-Kanal an, sagen sie. Die Veranstalter rechnen mit 150 000 Zuschauern entlang der Ufer. "Was die Leute für ein Spektakel veranstalten, kann man gar nicht in Worte fassen. Das muss man erlebt haben", ergänzt der 23-jährige Tebrügge, der sich mit dem Achter seit einer Woche gezielt auf den Jahresabschluss vorbereitet.

Um das Top-Ereignis auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt zu ermöglichen, müssen die Veranstalter Jahr für Jahr eine Sondergenehmigung einholen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Schiffe beträgt im Kanal lediglich 15 Stundenkilometer. Doch davon lassen sich die fünf startenden Achter nicht bremsen, obwohl die installierten Blitzanlagen die Temposünder überführen könnten.

Sportlich ist es den Veranstaltern erneut gelungen, ein hochklassiges Feld zusammenzustellen. Der Deutschland-Achter bekommt es mit den Olympiagold-Gewinnern USA (2004), Großbritannien (2000) und den Niederlanden (1996) sowie dem Großboot der Universität Cambridge zu tun. "Das ist noch einmal ein sehr reizvoller Vergleich", findet Heidicker. Zumal die USA als WM-Dritter und die Briten als WM-Fünfter Revanche am DRV-Achter für die Niederlage in Eton nehmen wollen.

Bei den vergangenen Auflagen war die deutsche Crew erfolgreich. Bei vier von fünf Starts in Rendsburg kam der Deutschland-Achter als Erster ins Ziel. In diesem Jahr soll laut Bundestrainer Dieter Grahn der fünfte Sieg folgen: "Auch wenn es bei einem Rennen über 12,7 km viele Unwägbarkeiten gibt, wollen wir in der Rolle des Gejagten bestehen - und natürlich gewinnen."

Rund um das Hauptrennen gibt es in Rendsburg an drei Tagen ein riesiges Volksfest mit zahlreichen Show-Rennen, Live-Konzerten und einer Event-Meile.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%