Rudern WM
Deutschland-Achter erreicht WM-Finale

Der Deutschland-Achter, Medaillengarant des DRV, ist als Schnellster in seinem Vorlauf in den Endlauf bei der Ruder-WM im neuseeländischen Lake Karapiro eingezogen.

Siegesserie fortgesetzt, WM-Finale erreicht: Der Deutschland-Achter hat weiter Oberwasser. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) verwies bei den Weltmeisterschaften auf dem Lake Karapiro im Vorlauf Gastgeber Neuseeland auf Platz zwei und untermauerte damit seine Goldambitionen für den Endlauf am Sonntag eindrucksvoll.

"Es ist ein gutes Zeichen, dass wir stabil sind und die anderen Schwankungen haben. Wenn wir uns im Finale noch steigern, haben wir eine gute Chance, zu gewinnen. Es ist bemerkenswert, dass wir seit zwei Jahren ungeschlagen sind", sagte Achter-Trainer Ralf Holtmeyer nach der überzeugenden Vorstellung seiner Modellathleten. Seit dem letzten Platz bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking hat das deutsche Großboot auf der 2000-m-Distanz nicht mehr verloren.

Es bedurfte aber eines starken Schlussspurts, um in 5:24,62 Minuten die überraschend starken Neuseeländer (5:25,40) noch in die Schranken zu weisen. Bei 1 500 m lagen die von 5 600 Zuschauern lautstark angefeuerten Neuseeländer auf der Außenbahn noch mit einem Luftkasten in Führung, während der hoch gehandelte Olympiasieger Kanada hinter China am Ende nur Vierter wurde und in den Hoffnungslauf muss. "Es ist nicht so einfach, wenn plötzlich ein Gegner auftaucht, den man nicht auf der Rechnung hat", meinte Holtmeyer.

Schmidt: "Wir sind auf Kurs"

Der Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) hat der starke Auftritt bei leichtem Schiebewind weiteres Selbstvertrauen im Hinblick auf eine erfolgreiche Titelverteidigung gegeben. "Das war ein schönes Rennen, das sehr viel Spaß gemacht hat. Wir sind auf Kurs und blicken selbstbewusst auf das Finale", sagte Schmidt.

Der Achter ist nach dem Männer-Doppelvierer und dem Zweier ohne Steuerfrau bereits das dritte DRV-Boot, das in den 14 olympischen Klassen das Finalticket gelöst hat. Sieben Boote stehen im Halbfinale, vier müssen den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.

Neben dem Flaggschiff überzeugte auch der EM-Dritte Karl Schulze (Dresden) mit seinem Sieg im Einer-Hoffnungslauf. Der Vertreter des Ex-Weltmeisters Marcel Hacker, der seine Saison aus gesundheitlichen und privaten Gründen vorzeitig beendet hatte, gewann vor dem starken Schweden Lassi Karonen und zog damit ins Halbfinale ein. "Wir können zufrieden sein. Der Achter und Karl Schulze haben ihre Aufgaben souverän gelöst", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

© SID

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