Rudern WM
Deutschland-Achter feiert historischen WM-Erfolg

Der Deutschland-Achter hat bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Eton erstmals seit 1995 wieder die Goldmedaille gewonnen. Das DRV-Schiff gewann das Finale mit einer halben Länge Vorsprung auf Italien und die USA.

Erstmals seit 1995 hat der Deutschland-Achter bei den Ruder-Weltmeisterschaften im englischen Eton wieder die Goldmedaille gewonnen. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) gewann das Finale auf dem Dorney Lake mit einer halben Länge Vorsprung auf Italien und Titelverteidiger USA. Damit verhinderte der Achter die ersten Weltmeisterschaften ohne deutschen WM-Titel in den olympischen Bootsklassen seit der Wiedervereinigung. Zudem gab es viermal Silber und einmal Bronze für den DRV. Mit sechsmal Edelmetall bei neun von 14 möglichen Finalteilnahmen brachte sich der Deutsche Ruderverband (DRV) zudem in eine gute Ausgangsposition für die Heim-WM 2007 in München und die Olympischen Spiele 2008 in Peking.

Der Achter krönte das Finalwochenende mit seinem Husarenritt gegen die versammelte Weltelite, mit dem vor einer Woche nicht zu rechnen war. Die ständigen Umbesetzungen im Boot während der Saison mit der überraschenden Nominierung von Bernd Heidicker als neuem Schlagmann ließen bis zuletzt die Frage offen, ob der Achter im entscheidenden Augenblick siegfähig sein würde. "Ein geiles Gefühl. Heute morgen habe ich schon gedacht, wir können gar nicht verlieren. Aber wir waren alle überrascht, dass es so einfach ging", sagte Stephan Koltzk.

"Das konnte man so nicht erwarten"

"Das konnte man so nicht erwarten. Aber das Ergebnis zeigt, dass ich alles richtig gemacht habe. Es waren schwierige Entscheidungen, die ich den vergangenen Monaten treffen musste", sagte Bundestrainer Dieter Grahn.

Bei für die deutschen Ruderer günstigem Schiebewind entwickelte sich ein Krimi zwischen Deutschland, den Amerikanern und den Italienern mit dem besten Ende für das Grahn-Team. "Kompliment an Dieter Grahn. Die Athleten haben ihm das Vertrauen zu 100 Prozent zurückgezahlt. Die Art und Weise, wie der Achter die Konkurrenz heute in Grund und Boden gefahren hat, war beeindruckend", ergänzte Müller. Mit dem WM-Titel im Rücken dürfte Achter-Manager Klaus Walkenhorst, der unter Tränen die Siegerehrung verfolgte, nun auch bei der Suche nach einem Hauptsponsor gute Karten haben. "Ich glaube, dass wir in den nächsten drei Wochen Erfolg vermelden können", sagte Walkenhorst.

Die Achter-Frauen lieferten eine ebenso packende und starke Vorstellung wie die Männer. Die Mannschaft von Bundestrainer Ralf Holtmeyer gewann Silber hinter den USA. Am Ende fehlte nur eine halbe Länge zum Gold. Für Schlagfrau Elke Hipler (Hannover) und Nicole Zimmermann (Rostock) bedeutete der zweite Platz die zweite Medaille innerhalb eines Tages, nachdem sie am Samstag im ungesteuerten Zweier Bronze geholt hatten.

© SID

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