Rudern WM
Deutschland-Achter in unveränderter Besetzung

Der Achter des Deutschen Ruderverbandes (DRV) nimmt in unveränderter Besetzung Kurs auf eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der Heim-WM in München (26. August bis 2. September).

Das Prunkstück des Deutschen Ruderverbandes (DRV) will in unveränderter Besetzung, aber mit einem neuen Sponsor die erfolgreiche Titelverteidigung bei den Weltmeisterschaften im eigenen Land anpacken. Bundestrainer Dieter Grahn vertraut im Jahr der Heim-WM in München (26. August bis 2. September) zunächst der Achter-Crew um Schlagmann Bernd Heidicker (Wanne-Eickel), die 2006 im englischen Eton erstmals seit elf Jahren wieder Gold gewonnen hatte. Bei der Präsentation in Dortmund wurde gleichzeitig der Essener Großkonzern RAG als Sponsor für die kommenden drei Jahre bis Ende 2009 vorgestellt.

"Ich will zunächst der erfolgreichen Mannschaft von Eton die Chance geben, sich zu präsentieren", sagte Grahn, der aber anfügte: "Die Tür ist auch für die anderen Ruderer offen." Insgesamt stehen acht Ersatzleute bereit, die den "Gold-Jungs" Druck machen sollen. "Bei unserer erfahrenen Mannschaft ist Druck aber eine positive Sache. Damit können wir sehr gut umgehen", sagte der 29-jährige Heidicker, der mit seinem Team am Wochenende bei der Hügelregatta in Essen startet.

Heidicker: "Habe ich als Kind von geträumt"

Nach den Weltcups in Ottensheim/Österreich (1. bis 3. Juni), Amsterdam (22. bis 24. Juni) und Luzern (13. bis 15. Juli) bildet die Heim-WM den Höhepunkt der Saison. "Davon habe ich schon als Kind geträumt, in München vor einer vollen Tribüne zu rudern", meinte Heidicker, der die "USA und Kanada besonders stark einschätzt". Aber auch die übrigen Nationen sind zu beachten. "Bei der WM geht es schließlich auch um die Olympia-Qualifikation für Peking", ergänzte der Schlagmann. Die ersten sieben Boote der WM, haben das Ticket für die Sommerspiele 2008 in der Tasche.

Daher ist die Erwartungshaltung bei der Heim-WM besonders groß. "Sechs bis acht Medaillen in den olympischen Bootsklassen ist unser Ziel. Da sollte auch die eine oder andere aus Gold mit dabei sein", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller. Dabei hat er mit Sicherheit auch den Deutschland-Achter auf der Rechnung. "Weltmeister werden ist einfacher. Jetzt sind wir in der Rolle des Gejagten, aber das ist mir lieber als gar keine Rolle. Wir wollen wieder ganz vorne mitmischen", meinte Bundestrainer Grahn.

Neuer Sponsor für das Großboot

Dabei soll auch der neue Sponsor helfen. Nach knapp zwei Jahren wurde wieder ein Geldgeber für das Großboot gefunden. Seitdem der Kontrakt mit der Telekom (Sponsor seit 2001) am 31. Juli 2005 ausgelaufen war, gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig. "So ein Sponsor ist enorm wichtig. Er erleichtert den Leuten, die durch das Rudern verspätet ins Berufsleben einsteigen, einiges", sagte Müller.

Ohne Sponsor, aber mit großer Zuversicht geht der Frauen-Achter in die Saison. Trainer Ralf Holtmeyer hat einen Kreis von 16 Ruderinnen, aus denen er ein erfolgreiches Boot für München bilden will. "In Essen und beim ersten Weltcup starten sogar zwei Achter. In der Breite sind wir stärker geworden", sagte Holtmeyer, dessen Boot in Eton Silber gewonnen hatte.

© SID

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