Rudern WM
DRV-Boote bei WM weiter auf Kurs

Zur Halbzeit der Ruder-Weltmeisterschaften im englischen Eton hat das Team des Deutschen Ruderverbands (DRV) noch alle Eisen im Feuer. Wegen des Wetters muss nur der Frauen-Achter auf den Halbfinaleinzug warten.

13 von 14 deutschen Booten stehen bei den Ruder-Weltmeisterschaften im englischen Eton in den Halbfinals. Ohne Ausfall überstanden die deutschen Athleten dabei den zweiten Tag der Hoffnungsläufe auf dem Dorney Lake. Einzig der Frauen-Achter muss sich noch in Geduld üben. Wegen zu starken Seitenwindes wurde das Rennen auf Donnerstagmorgen verschoben.

"Wir können sehr zufrieden sein mit unserem Abschneiden. Aber die Halbfinals werden wegen der großen Leistungsdichte zum Teil sehr, sehr hart", sagte Sportdirektor Michael Müller im Hinblick auf die Vorschlussrunde, die am Donnerstag beginnt.

Dass die Finaleinzüge in vielen Klassen im "Jahr des Experimentierens", wie Müller sagt, kein Selbstläufer für den erfolgverwöhnten DRV werden, zeichnete sich auch am Mittwoch ab. Der mit jungen Ruderinnen besetzte Frauen-Doppelvierer, einst Garant für internationale Titel, kämpfte sich als Dritter seines Hoffnunslaufes in die nächste Runde.

Der leichte Frauen-Doppelzweier landete hinter Irland auf Rang zwei und bestätigte den Eindruck des Vorlaufes. Daniele Reimer und Marie-Luise Dräger (Potsdam/Rostock) befinden sich zurzeit nicht in der Verfassung, die sie im vergangenen Jahr in Japan zum einzigen WM-Titel für den DRV trug. Viele Unwägbarkeiten vor allem gesundheitlicher Natur begleiteten die Saison des Duos, was sich nun bemerkbar macht. Bereits nach dem Auftaktrennen hatten die beiden Leichtgewichte ihre Erwartungen heruntergeschraubt und lediglich die Finalteilnahme als ihr Ziel ausgegeben.

Männer-Doppelvierer gewinnt Hoffnungslauf

Nur der Männer-Doppelvierer zog als Sieger seines Hoffnungslaufes ins Halbfinale ein. Der Frauen-Achter hingegen stand bereits am Start, ehe die Veranstalter den Renntag abbrachen. Vor allem die Innenbahn, auf der das Boot der Gastgeber starten sollte, war klar benachteiligt. "So wäre es keine faire Regatta", sagte Sportdirektor Müller.

Ärgerlich ist die Verlegung des Rennens für den DRV insofern, als dass den beiden Achter-Doppelstarterinnen Nicole Zimmermann (Rostock) und Elke Hipler (Hannover), die am Samstag das Finale im Zweier ohne bestreiten, ein Tag weniger Erholungsphase bleibt. "Das ist das Risiko einer solchen Planung, aber das ziehen wir jetzt durch", sagte Müller.

Die Wettervorhersage rund um die designierte Olympiastrecke für die Sommerspiele 2012 in London verheißt nichts Gutes für die kommenden Tage. Der Wind soll problematisch bleiben. Eine Vorverlegung der Rennen auf die frühen Morgenstunden gilt als wahrscheinlichste Variante, um mit den Bedingungen umgehen zu können.

© SID

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