Rudern WM
Hacker knapp geschlagen - Frauen-Achter im Finale

Einer-Ruderer Marcel Hacker hat bei der WM in Eton Platz zwei im Halbfinale belegt und sich somit mühelos für den Endlauf qualifiziert. Der deutsche Frauen-Achter erreichte derweil über den Hoffnungslauf das Finale.

Bei der WM in Eton hat Einer-Ruderer Marcel Hacker eine Medaille fest im Visier. Der 29-Jährige trotzte den widrigen Bedingungen auf dem Dorney Lake und belegte im Halbfinale bei hohem Wellengang hinter Titelverteidiger Mahe Drysdale (Neuseeland) den zweiten Platz.

Dem besten deutschen Einerfahrer folgten am Donnerstagmittag weitere Boote des Deutschen Ruderverbandes (DRV) ins Finale. Andreas Penkner und Jochen Urban (Radolfzell/Krefeld) im Zweier ohne Steuermann sowie Britta Oppelt und Susanne Schmidt (beide Berlin) im Doppelzweier überstanden ihre Halbfinals ebenso wie der Vierer ohne Steuermann. Damit rudern mindestens sieben von 14 DRV-Boote um Edelmetall, fünf weitere können am Freitag nachziehen. Gescheitert sind dagegen Peggy Waleska (Dresden) im Einer und überraschend auch der Männer-Doppelzweier.

Müller: "Sind in jeder Klasse nah an der Weltspitze"

"Das Resultat ist zufriedenstellend. Wir sind in jeder Klasse nah an der Weltspitze oder mittendrin. Trauriger Fleck ist der Doppelzweier. Dafür aber ein großes Kompliment an Marcel Hacker, der sich gegen den Weltmeister ganz stark verkauft hat", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller.

Hacker leistete sich 250 Meter vor dem Ziel sogar eine Konzentrationsschwäche, als er das Ruder unsauber durch das Wasser zog und kurzzeitig aus dem Gleichgewicht geriet. Bei engerem Rennverlauf hätte das fatale Folgen haben können, allerdings war das Weiterkommen letztlich ungefährdet.

Gleich nach dem Start brachte Hacker eine Bootslänge zwischen sich und die Konkurrenten. Doch Weltmeister Drysdale ließ sich nicht weiter abschütteln und kam zur Hälfte der Strecke immer näher, ehe er Hacker auf den letzten Metern distanzierte. Dennoch war Hacker zufrieden. "Ich habe meine Leistung bestätigt. Jetzt kann ich nur noch gewinnen", sagte der WM-Sechste.

Duo Penkner/Urban ebenfalls im Endlauf

Für Penkner/Urban im Zweier ohne könnte sich der freiwillige Verzicht auf die Rollsitze im Achter als gute Entscheidung entpuppen. Das Duo zog als Drittes hinter Weltmeister Neuseeland und China in den Endlauf ein. "Ich habe mich noch nie so über eine Finalteilnahme gefreut wie über diese", sagte Penkner, wohlwissend, dass ihr Ausstieg aus dem Achter mit viel Verwunderung aufgenommen worden war.

Die Medaillenchancen stehen für Penkner/Urban nicht schlecht. In Weltcupsieger Serbien, Vizeweltmeister Südafrika und dem WM-Dritten Italien sind bereits drei Anwärter auf einen Podestplatz gestrauchelt. Auch der Vierer ohne Steuermann, der knapp von Olympiasieger Großbritannien bezwungen wurde, darf auf eine Medaille hoffen.

Das gilt auch für den Frauen-Achter, der seinen von Mittwoch auf Donnerstag verschobenen Hoffnungslauf gewann und nachträglich ins Finale einzog. Zuvor hatten sich bereits Nicole Zimmermann und Elke Hipler (Rostock/Hannover) sowie der Frauen-Doppelvierer für die Finals qualifiziert.

Der Deutschland-Achter hat unterdessen noch sein Halbfinale am Freitag (13.50 Uhr Mesz) vor der Brust. Die Mannschaft hinter Schlagmann Bernd Heidicker (Herne) trifft unter anderem auf Titelverteidiger und Olympiasieger USA. Weitere Gegner vom Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) sind der WM-Zweite Italien, Russland, Schweiz und Rumänien. "Das ist das schwerere der beiden Halbfinals und wird eine ganz heiße Kiste", sagte Bundestrainer Dieter Grahn.

© SID

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