Rudern WM
Hacker zieht souverän ins Halbfinale ein

Marcel Hacker ist souverän ins Halbfinale der Ruder-WM in München eingezogen. "Ich habe meinen Job gemacht und gezeigt, was ich leisten kann", sagte der Vize-Weltmeister und Mit-Favorit auf den Titel.

Das "Projekt Gold" rückt für Marcel Hacker immer näher. Der Frankfurter zog bei der Ruder-WM in München problemlos ins Halbfinale ein und untermauerte seine Rolle als Mit-Favorit auf den Titelgewinn.

"Ich habe meinen Job gemacht und gezeigt, was ich leisten kann", sagte der Vize-Weltmeister, der in 7:20,79 Minuten den Niederländer Sjoerd Hamburger (7:27,95) und den Argentinier Santiago Fernandez (7:32,48) auf die Plätze zwei und drei verwies. Für Michael Müller, den Sportdirektor des Deutschen Ruderverbandes (DRV), war der Lauf eine "beeindruckende Vorstellung".

Dabei konnte es sich der Olympia-Dritte von 2000 auf seiner Heimatbahn in Oberschleißheim sogar erlauben, sein Boot auf den letzten Metern ins Ziel treiben zu lassen. "Im Halbfinale muss ich noch eine Schippe draufpacken. Es ist noch nicht alles perfekt", meinte der 30-Jährige nach der zweitbesten Zeit im Viertelfinale hinter dem Schweden Lassi Karonen (7:19,00).

Schon bei seinem Vorlauf hatte Hacker die Gegner Start-Ziel dominiert und konnte Kraft für die bevorstehenden Aufgaben sparen. Allerdings gaben sich auch die übrigen Favoriten wie Weltmeister Mahe Drysdale (Neuseeland), Olympiasieger Olaf Tufte (Norwegen), der Weltcup-Gewinner Ondrej Synek (Tschechien) und der Brite Alan Campbell in ihren Rennen keine Blöße. "Besonders Drysdale ist technisch überragend", sagte Hacker angesichts des starken Konkurrenten.

Weniger erfreulich war der Auftritt von Susanne Schmidt im Einer. Die ehemalige Achter-Weltmeisterin belegte im Viertelfinale einen enttäuschenden fünften Platz und verpasste neben dem Halbfinaleinzug auch die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. "Dieser Ausfall war einkalkuliert. Die Aufgabe war ohne großes Training zu schwer", meinte Müller. Der Start von Schmidt in München war erst kurzfristig entschieden worden.

Ihr Ausscheiden sollte aber der einzige Wermutstropfen für den DRV am dritten WM-Tag auf der Regattastrecke der Olympischen Spiele von 1972 bleiben. Den WM-Fünften Andreas Penkner/Jochen Urban (Radolfzell/Krefeld) genügte im Hoffnungslauf im Zweier ohne Steuermann Platz zwei, um sich fürs Halbfinale zu qualifizieren.

In der Vorschlussrunde stehen auch der Doppelzweier von Christian Schreiber/Rene Burmeister (Böllberg/Rostock) nach einem zweiten Rang im Viertelfinale und der Vierer ohne Steuermann. Die Vize-Weltmeister von Eton gewannen ihren Hoffnungslauf sicher vor Weißrussland. "Die Aufgaben wurden gelöst", sagte Müller.

© SID

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