Rudern WM
Zwei deutsche Ruderboote verpassen WM-Finals

Die deutsche Ruderflotte hat bei der WM in Neuseeland in zwei Klassen das Finale verpasst. Sowohl der Männer-Doppelzweier als auch der Vierer ohne Steuermann scheiterten.

Die deutsche Flotte hat bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Neuseeland die ersten Verluste erlitten. Die Europameister Linus Lichtschlag (Berlin) und Lars Hartig (Friedrichstadt) verpassten im leichten Doppelzweier auf dem Lake Karapiro ebenso das angestrebte Finale wie der Vierer ohne Steuermann. Im Lager des Deutschen Ruderverbandes (DRV) war man danach durchaus enttäuscht.

"Beide Boote sind Europameister und haben gegen europäische Mannschaften verloren. Ich hatte schon mit dem Finaleinzug gerechnet. Das Ergebnis tut etwas weh", sagte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher.

Das Nachwuchsduo mit dem 22-jährigen Lichtschlag und dem zwei Jahre jüngeren Hartig musste sich nach einer langen und kraftraubenden Saison im Halbfinale mit Platz fünf begnügen. Auch der Vierer ruderte den eigenen Erwartungen hinterher und wurde in seinem Hoffnungslauf bei sehr guten äußeren Bedingungen nur Dritter. Beide Boote stehen nun in den B-Finals.

Athleten ratlos

Die enttäuschten Athleten des Vierers waren nach ihrem Rennen etwas ratlos. "Wir haben uns vor dem Rennen gut gefühlt und hatten alle gut Power. An der Fitness lag es nicht, und technisch hat es sich auch gut angefühlt", sagte Achter-Weltmeister Urs Käufer (Ulm) und fügte an: "Am Ende ging es nicht mehr vorwärts, was wir uns nicht erklären konnten."

Der Vierer hatte schon Pech im Vorlauf, als er wegen einer defekten Schraube am Steuerschuh nach 300 m Fahrt rausnehmen musste. Der Vorlauf habe gefehlt, man habe nicht in den Regatta-Rhythmus gefunden, so Käufer. Buschbacher sah zudem einen Fehler im Schlussspurt: "Der Vierer hat die Italiener zu spät gesehen. Das war ein taktischer Schnitzer." Am Ende lagen die Italiener 1,22 Sekunden vor dem deutschen Vierer auf Platz zwei, der zur Endlaufteilnahme ausreichte.

Bisher sechs Boote im Finale

Besser lief es unterdessen für die deutschen Frauen. Der Doppelzweier mit Annekatrin Thiele/Stephanie Schiller (Leipzig/Potsdam), der leichte Doppelzweier mit Daniela Reimer (Potsdam) und Anja Noske (Saarbrücken) sowie der Doppelvierer zogen in den Endlauf ein. Damit stehen schon sechs deutsche Boote in den Finals der 14 olympischen Klassen. Sechs weitere Boote hatten noch die Chance auf einen Finaleinzug.

© SID

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