Rugby WM
Südafrika zieht ins WM-Finale ein

Bei der Rugby-Weltmeisterschaft hat Südafrika das Finale gegen Titelverteidiger England erreicht. Die "Springboks" setzten sich in der Vorschlussrunde locker mit 37:13 gegen Außenseiter Argentinien durch.

Die WM-Krone im Rugby wird am kommenden Samstag in Paris (21.00 Uhr live im DSF) zwischen Titelverteidiger England und Ex-Champion Südafrika ausgespielt. Nachdem sich England bereits am Samstag im Stade de France durch einen hartumkämpften 14:9-Sieg gegen Gastgeber Frankreich die dritte Finalteilnahme nach 1991 und 2003 gesichert hatte, zogen die "Springboks" am Sonntag an gleicher Stätte vor 80 000 Zuschauern durch einen 37:13 (24:6) gegen Argentinien zum zweiten Mal in ein WM-Endspiel ein.

Südafrika, Weltmeister von 1995, hatte England im Gruppenspiel in Paris am 15. September mit 36:0 die höchste WM-Niederlage überhaupt beigebracht und dürfte auch im Finale der klare Favorit sein. Die noch ungeschlagenen Südafrikaner waren gegen das Überraschungsteam aus Argentinien, das bis zum Halbfinale ebenfalls jedes Spiel gewonnen und zudem die WM mit einem Erfolg gegen Frankreich eröffnet hatte, von Beginn an die bessere Mannschaft. Bryan Habana mit zwei Versuchen sowie Fourie du Preez und Danie Rossouw mit je einem sorgten für die Entscheidung. Es war für Südafrika der zwölfte Sieg im zwölften Vergleich mit Argentinien.

Katzenjammer herrschte in Frankreich nach der Niederlage gegen England. Von "unendlich großer Frustration", schrieb die L'Equipe: "Die Trottel der Geschichte mussten ausgerechnet die Franzosen sein. Das Spiel hat fünf Minuten zu lang gedauert", meinte die Sporttageszeitung mit Blick auf den Spielverlauf vor 84 000 Zuschauern im ausverkauften Stade de France in Paris.

Fünf Minuten vor dem Ende hatte das Team von Trainer Bernard Laporte im 90. Aufeinandertreffen mit dem Weltmeister 9:8 geführt. "Im Gegensatz zu 2003 waren sie nicht besser als wir. Das Spiel stand auf des Messers Schneide", analysierte der Coach, dessen Mannschaft nun am Freitag im Spiel um Platz drei auf Argentinien trifft. "Die Niederlage tut mir in der Seele weh und meinen Mitspielern auch", sagte Kapitän Raphael Ibanez.

© SID

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